Hauchdünn

Und als sie sich verabschiedet, schlägt ihre Stimme über, zittert unmerklich, läßt sie den Hörer schnell auflegen, damit ich nicht merke, daß ihr plötzlich Tränen in die Augen schießen, daß die Gelassenheit des vorangangenen Gesprächs nur mühsam erarbeitet, hauchdünn, war und unter ihr die Angst vor dem Kommenden lauert.

Und ich, der eben noch beruhigend lächelte, meine Zuversicht in Worte preßte und durch die Leitungen schickte, sitze plötzlich neben dem Telefon, unsicher, mit Tränen in den Augen und Schatten der gleichen Angst im Herzen.

Ein Gedanke zu „Hauchdünn“

  1. in worte gefasst
    mein jetzt
    mein gewesen und mein gleich

    danke
    hat mich sehr berührt
    ich kenne es so gut

    deine bahnbegegnungen sind klasse!

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