Vom Pariser Eifelturm
sprang dereinst ein junger Wurm
auf einen Mann, der nie vernahm
woher der Wurm denn damals kam.
Monat: August 2009
Gedichtchen 10: Nie gegeben
„Ich verzichte auf mein Leben!“
meinte Peter, seufzte schwer.
„Wünscht‘, mich hätt es nie gegeben!“
Plötzlich war er weg –
äh
wer?
Gedichtchen 09: Der verzauberte Prinz
Verzaubert wartete am See
ein Frosch. Da kam ein Junge
und küsste ihn. Der Frosch rief: „Nee!
Nicht du und nicht mit Zunge!“
Gedichtchen 08: Du und ich
Wär ich du, nicht länger ich
und wärst du ich
[ich jedoch nicht]
dann sagte ich dir sicherlich
„Fast elfengleich ist dein Gesicht!“
Gedichtchen 07: Hagen
„Hab‘ dich lieb!“, sagt Kater Tapps
zu der Maus mit Namen Hagen
frisst sie dann mit einem Happs
„Liebe geht stets durch den Magen.“
Gedichtchen 06: Symbol
Von seiner Schwänin angetan
sagt voller Glück der holde Schwan
und streichelt federzart ihr Bein:
„Kein hässlich Entlein mehr zu sein –
das ist, was niemals ich bereue.
Denn Schwäne sind Symbol der Treue.“
Gedichtchen 05: Einhundert
Dem Hundertjährigen im Wald
wird plötzlich, beim Spazieren, klar:
„Die Götter scherzen! Denn ich war
die Hälfte meines Lebens alt.“