Inktober 2017

Da ich es mag, mich am alljährlichen Inktober zu beteiligen, tat ich das auch in diesem Jahr und kreierte jeden Tag im Oktober ein kleines inkiges Wert.
In diesem Jahr entschied ich mich für das Thema „Englischsprachige Wortspiele mit Tieren“, das wesentlich unspannender klingt als es letztlich war. Aber seht selbst:

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Comic Con Berlin 2017 – Eine Zusammenfassung

Der folgende Text sollte gar keine Romanlänge bekommen. Es geschah aber trotzdem, weswegen ich zur Orientierung klitzekleine Kapitelüberschriften einfügte. Zur Belohnung für’s Lesen gibt’s am Ende bunte Bilder.

Damals I

2016 war das Geburtsjahr deutscher ComicCons. Überall erblühten sie, ausgerichtet von verschiedenen Veranstaltern, die auch noch ähnlich hießen.

Kaum hatte ich vernommen, dass für die erstmalig in Stuttgart erscheinende ComicCon noch Künstler gesucht wurden, die ihr Können und Zeug an einem der zahlreichen Künstlertische verkaufen wollten, sagte ich ohne Zögern zu und begann die Vorbereitungen. Ich kreierte und ließ drucken – und hielt mich für bereit.

Am Morgen des ersten Messetags jedoch brach ich jedoch beinahe zusammen: Zu wenig Verkaufsprodukte hatte ich, zu provisorisch sah mein Stand aus, alles war katastrophal. S beruhigte mich, und dank ihr gelang es innerhalb weniger Minuten, einen einladenden Künstlerstand mit allerlei Verkaufsmaterial herbeizuzaubern.

Wir saßen am Anfang des Künstlerbereichs. Die Leute gingen vorbei, blickten auf meine Zeichnungen, und ihnen erblühte ein Lächeln im Gesicht. Wir mussten sie locken, rufen, ihnen Postkarten und Kalender präsentieren, sie werben, mit Sympathie und guten Produkten davon überzeugen, ein paar Euros bei uns zu lassen.

Es gelang, und als wir am Sonntag Abend abbauten, waren wir ausgesaugt und leer, strahlten jedoch vor Wärme und Begeisterung. Es war nicht weiter verwunderlich, dass wir uns auch für 2017 anmeldeten.

Damals II

2017 kam, die Comic Con Stuttgart begann, und wir fanden uns wieder in Nähe von Fressbuden und Treppenstufen. Die gesamte ComicCon-Anordnung war optimiert worden. Selbst die Rückwände waren schöner, weißer, heiliger. Ich war jedoch gemischter Gefühle. Unsere Standposition war fragwürdig. Die weißen Rückwände schimmerten durch das Tuch hindurch, das unser Hintergrund sein sollte, ließen die Farben erblassen.
S beruhigte mich erneut, und mit ein bisschen provisorischer McGyverität, Nachbarschaftshilfe und Kreativität war erneut ein knuffiger Fred-Stand auf der Messe erblüht. Wir nutzten die Erfahrungen aus der letzten Messe und lernten weiter dazu.

Am Sonntag Abend schließlich waren wir mehr als zufrieden, hatten Mundwinkelmuskelkater vom vielen Lächeln, trugen das Gefühl ins uns, etwas Großartiges geleistet zu haben und gleichzeitig unzähligen zauberhaften Menschen begegnet zu sein.
Voller Optimismus meldeten wir uns für die ComicCon Berlin an.

Heute I

Hinter der ComicCon Berlin stand jedoch ein anderer Veranstalter als hinter der in Stuttgart. Statt Comic Con Germany waren wir nun German Comic Con. Und das merkte man auch: Denn was ich in Stuttgart für selbstverständlich gehalten hatte, funktionierte in Berlin gar nicht. Organisatorisches kam oft spät oder nur auf Nachfrage. Bereits im Vorfeld war ich besorgt.

Andererseits: Anfängliche Besorgnis hatte bereits Tradition, und so fuhren wir guter Dinge am Samstag Morgen zum Messegelände, um exakt 7 Uhr mit vollgestopftem Auto in der Warteschlange zu stehen und auf die Organisationsdame zu warten, die anscheinend Verspätung hatte. Parkplätze auf dem Gelände waren Mangelware, doch wir hatten Erfolg. Halle 3.2 war noch nicht geöffnet, und wir sahen panisch unsere wertvolle Standaufbauzeit davonrinnen.

Das Innere der Hallen war, grob gesagt, enttäuschend. Alles war so … leer. Sollte hier noch etwas aufgebaut werden, oder erwartete man solche Besuchermassen, dass die Gangbreite überdimensional groß sein musste?

Wir bauten auf. Stand F5 zeigte in Richtung Außenwand. Gegenüber war nichts. So etwas war immer schlecht, gab es doch den Vorbeilaufenden zu viel Platz zum Ausweichen und Ignorieren. Auch die Main Stage direkt nebenan machte mir ein wenig Sorgen.

Der Aufbau jedoch war wundervoll. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl perfekt vorbereitet zu sein. Dafür hatte natürlich S gesorgt, die uns nach eifriger Recherche mit einem raffinierten Gitter-Regal-Stecksystem ausgestattet hatte. Außerdem besaßen wir nun ein schickes Roll-Up-Display, das unseren fehlenden Hintergrund mit unterwasseriger Buntität füllte. Und mit meinem Namen.

Heute II

9 Uhr eilte herbei, und wir waren bereit. Die Besucher jedoch fehlten. Anscheinend durfte man um diese Uhrzeit nur mit Spezialticket hinein, erfuhren wir später. Wir nutzten die Zeit, um unsere rechte Nachbarin beim Umzug zu unterstützen. Anscheinend hatte sie einen besseren Stand gefunden und hinterließ rechts neben uns eine freundliche Leere. Wir sprachen mit dem superfreundlichen und genialen Bertram von www.byrdylicious.com, der einen Tisch weiter saß, und Minuten später war die Leere mit unseren gemeinsamen Produkten befüllt, als wäre es immer so gewollt gewesen.

Dann begann die Eintrudelei. Besucher kamen, wollten begeistert werden. Wir mussten erst warm werden, warfen zunächst nur zögerliche Lockrufe in Richtung der Vorbeilaufenden. Unsere erste richtige Besucherin war dann auch eine alte Bekannte: In Stuttgart hatte die hasenbegeisterte Dame bereits das ganze Postkartenset des knuffigen Monsteralphabets erworben und war nun bereit für den hyperfetzigen Fredkalender 2018. Der erste Verkauf, zauberhafte Kundschaft – was konnte jetzt noch schief gehen?

Tatsächlich lief es gut. Natürlich riss die Bühne mit ihren Panels und Talks ein paar Besucher weg, und wenn Biff aus Back To The Future überlaut ins Mikrofon zischte, konnte ich kaum noch meine eigene Stimme hören. Die Gänge waren leerer als erhofft und hin und wieder kam ein Rauchschwall durch die geöffnete Tür hereingefegt.

Doch das war unbedeutend, denn jeder, der an unseren Stand kam, machte das tausendmal wett. Die Begeisterung in den Augen der Besucher, wenn sie durch die Kalender blätterten, wenn sie versteckte Buchstaben suchten oder über erfundende Feiertage lachten, wenn sie ihren Anfangsbuchstaben in den Monsterchenpostkarten fanden, wenn sie die letzten der wunderschönen Fred-Taschen einheimsten, wenn sie die Comics im Reddy-Heft oder im Fredbuch lasen – all das ließ mein Herz gleißen.

Und dann die Bekanntschaften, die Gespräche, die Begegnungen! Langjährige Fans kamen vorbei, wurden von uns begeistert begrüßt. Neue Fans entstanden plötzlich, erwarben das halbe Sortiment innerhalb von Sekunden, während ich noch an der ersten Signaturzeichnung saß. Kaufbeauftragte, Cosplayer, Facebook-Verfolger. Visitenkarten-Sammler, Skizzensammler, Redebedürftige. Nette Töchter, kreative Söhne, charmante Eltern. Alle möglichen Leute kamen vorbei, erzählten mal mehr, mal weniger, kauften mal mehr, mal weniger, schenkten uns aber immer ein Lächeln.

Wenig Zeit blieb uns, um unsere Nachbarn, die ArtistAlley oder gar beide Hallen auszukundschaften. Ruhige Minuten nutzten wir für Nahrungsaufnahme – und natürlich für Zeichnungen, für Momentkrakeleien und alberne Wortspiele. Unsere Regale und die sozialen Medien füllten sich stetig mit frisch Kreiertem.

Michael Madsen und Pamela Anderson ließen sich nicht bei uns blicken, dafür jedoch Erdbeerfröschchen und Gänseblümchen, die mit ihrem wundervollen Stand „Erdbeerblümchen“ (siehe www.erdbeerbluemchen.com/) nicht nur Fast-Nachbarn waren, sondern auch zugaben, seit Äonen Fredfreunde zu sein. Mir fehlten die Worte angesichts so viel liebevoller Freude über diese Begegnung.

18 Uhr atmeten wir auf. Matt und beglückt warfen wir eine Decke über unser Hab und Gut und fuhren nach Hause, die Augen kaum offenhalten könnend.

Heute III

Am Sonntag begannen wir später. Unser Stand war bereits aufgebaut, bedurfte nur minimaler Korrekturen. Der Tisch rechts neben uns war noch immer frei, und lud uns ein, ein kunterbuntes Tuch auszubreiten. Ich erwarb sogar noch noch einen übersuperen Druck vom fetzigen Fabian Marscholik. Der Tag konnte beginnen!

Einer der ersten Gäste hielt sogleich die schönste Überraschung bereit: Es war ksa, der seit einem Jahrzehnt täglich den Fredcomic las und kommentierte, der jeden Kalender bestellte und mich hin und wieder anstupste, wenn etwas mit dem Comic nicht stimmte – und dem ich noch nie zuvor begegnet war. Und wie sollte es auch anders sein: Auch ksa war zaubernett, seine Frau war zaubernett, und ich brachte vor Glück kaum ein Wort heraus. Tausendfaches Danke für den Besuch!

So wie der Tag angefangen hatte, ging er auch weiter, als wollte er die Angenehmität des vorherigen noch übertrumpfen: Wir verkaufte Aufkleber und Postkarten, Jahreskalender und Postkarten, die allerletzte Tasche, Notizbücher, Fredbücher, Inselwitz-Bücher. So ziemlich alles, was wir anboten, sorgte für Begeisterung, zog Leute an, die sich an Nettigkeit in nichts nachstanden. So kamen willige Käufer vom Vortag zurück und setzte ihre Shopping-Tour fort. Ich durfte für ein zukünftiges Baby zeichnen und es mit meinen Kalendern schon jetzt willkommen heißen, kreierte eine schnuffige Auftragsarbeit als Überraschung für den Herzensliebsten und hatte zwischendurch sogar Zeit, den ersten Beitrag für den Inktober zu ersinnen.

Und dann, am Ende des Tages, als die letzten Besucher die letzten Münzen durch Gegend geworfen hatte, bekamen wir erneuten herzlichen Besuch von Erdbeerfröschlein und Gänseblümchen. So gingen nicht nur zwei hyperfetzige Fredkalender 2018 in begabte und sorgsame Hände über, sondern der wundervolle Messetag bekam noch ein sonniges Krönchen aufgesetzt. Danke, ihr zwei.

Überhaupt: Danke!

Danke an alle, die uns besuchten, die mit uns quatschten, uns ein Lächeln schenkten, die bastianische Dinge erwarben, die sich schmunzelnd gekrakelte Signaturen kreieren ließen, die an uns dachten, die auf Twitter (hier oder hier), instagram (hier oder hier), Facebook (hier oder hier oder hier) und überall an unserem Stand Anteil nahmen. Danke an euch.
Ich grinse noch immer wonnig in mich hinein und freue mich bereits auf die nächste Messe.

Danke gilt vor allem aber der allersüßesten S, die jeden Atemzug verschönert, jede Tat erleichtert, die ich nicht genug mit Liebe und Küssen überschütten kann. Danke, mein Herz.

Danke euch allen.
Und bis bald!

Inktober 2015 – 15: I love Hippo Hop

Inktober 2015 - 15

Meine geliebte Frau hat für die heutige Zeichnung mal wieder als Muse gedient. Nicht, weil sie mich an ein Nilpferdchen erinnert, sondern weil ich ihr zuweilen die Bitte an die Nase werfe, mir doch mal ein nettes Tierchen zu nenne. Gestern war es ein Igel, heute war es eben ein Nilpferd, das sie verwortspielzeichnet haben wollte.
Mal sehen, was es morgen wird.

Inktober 2015 - 15

Inktober 2015 – 14: Fly like an Igel

Inktober 2015 - 14

Hach. Mal wieder ein wundervolles deutsch-englisches Wortspielchen. Ich mag ja, wie zufrieden der Knuffeligel durch den Fahrtwind düst.
Ich habe mal wieder das Papier ändern dürfen und landete bei einem, das sich weigerte, die Tinte trocknen zu lassen. Der Inktober ist also dieses Mal ein allgemeiner Papiertest. Umso erstaunlicher, dass sich im Vorjahr die kleinen gelben Klebezettelchen als so gut nutzbar erwiesen.

Inktober 2015 - 14

Inktober 2015 – 11: Ich bin von dir beigeistert!

Inktober 2015 - 11

Manchmal geht es recht schnell. Man schaut eine Serie, in deren Abspann die nächste Folge angekündigt wird. Irgendwer glaubt, einen Geist gesehen zu haben, und noch während die Abspannmusik läuft, klickert es durch meinen Kopf. Geist. Begeisterung. Ich bin von dir begeistert!
Vielen Dank, liebe Unterhaltungsindustrie.

Inktober 2015 - 11

Inktober 2015 – 10: She loves me

Inktober 2015 - 10

Nach „All you need is dove“ wurde es mal wieder Zeit für einen verwortspielten Beatles-Klassiker. Ich mag die drei Bären ja ein bisschen, und ich muss gestehen, dass es mir auch ein wenig gefällt, mit Feder zu schreiben.
Dennoch ahne ich, dass ich auch nach dem diesjährigen Inktober mit Freuden zu altbewährten finelinerigen Zeichenmethoden zurückkehren werde.

Inktober 2015 - 10

Inktober 2015 – 09: Du bist etwas ganz Besonnderes!

Inktober 2015 - 07

Diese Zeichnung hat tatsächlich mehrere Versionen unterlaufen. Hauptgrund war tatsächlich die Kombination aus Tinte, Papier und – zu einem Zeitpunkt – meiner Ungeduld. Das Papier mag die Tinte anscheinend nur manchmal beziehungsweise auf einer Seite. Die andere Seite bildet interessante aber nicht sehr hilfreiche Ausfaserungen. Und wenn man dann noch mit dem handrücken über die frischen Linien wischt, dann darf man eben von vorn beginnen.
Glücklicherweise habe ich mich nur kurz geärgert. Habe ja ein sonniges Gemüt.

Inktober 2015 - 09