„Wie froh ich bin, echt deutsch zu sein!“
rief die Eiche und war stolz
kam der Fäller, axt sie klein.
Letztlich war sie nur aus Holz.
Kategorie: seelensplitter
Gedichtchen 17: Die Miezekatze
„Mein Herr, ich bin kein Elefant!“
ruft empört die Miezekatze
hebt den Rüssel
[nicht die Tatze!]
und stampft davon zum Waldesrand.
Gedichtchen 16: Gelaber
Und so stand ich zu recht später Stund
labernd zwischen Jungen, Alten.
‚Würdest du mich kurz mal halten?‘
dachte irgendwann mein Mund.
Gedichtchen 15: Wahrwerdwunsch
Neulich bot die Zauberfee
einen Wahrwerdwunsch mir an.
Ich küsste sie, sie sagte „He!“
Ich ging vergnügt von dann’n.
Gedichtchen 14: Die Fliege
Die Fliege summte: „Fensterscheibe,
gestatte mir, dass ich noch bleibe.“
Da kam die Fliegenklatsch mit Eile!
Der Fliegenmatsch blieb noch ’ne Weile.
Gedichtchen 13: Am Strand
Es lag dereinst
faul wie ’ne Made
des Nachts am Strand die Schokolade
Genervt rief sie im Morgengrau’n:
„Hau ab, du Sonne!
Bin schon braun!“
Gedichtchen 12: Wenn ich weine
„Niemand merkt es, wenn ich weine!“
schluchzte einst die trübe kleine
Pfütze auf dem Weg am Flüsschen
und wuchs winzigfeuchtes Bisschen.
Gedichtchen 11: Paris
Vom Pariser Eifelturm
sprang dereinst ein junger Wurm
auf einen Mann, der nie vernahm
woher der Wurm denn damals kam.
Gedichtchen 10: Nie gegeben
„Ich verzichte auf mein Leben!“
meinte Peter, seufzte schwer.
„Wünscht‘, mich hätt es nie gegeben!“
Plötzlich war er weg –
äh
wer?
Gedichtchen 09: Der verzauberte Prinz
Verzaubert wartete am See
ein Frosch. Da kam ein Junge
und küsste ihn. Der Frosch rief: „Nee!
Nicht du und nicht mit Zunge!“