nur ein traum

feuerroter augenblick
als dein blick den meinen findet
kreise zieht
wie um zu suchen
lichtbegierde mir entweiht
als ich fern von mir erwache
tiefer sinkend mich verlier
träumend deinen namen ahne
als dein lächeln mich erhellt
mich entführt
in deine sinne
als kein wort mich noch erreicht.

flammengreller augenblick
als dein auge mich erkundet
mich verzaubert
mich verziert
streichelnd meine tränen flüstert
krallend sich in sehnsucht schlägt
mir das herze zerrt zu wunden
mir die liebe nennt als weg
als dein atem leben kündet
meiner brust den atem nimmt
als ich tränend dich erträume
dich erfinde
dich verlier.

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Lebenspfad

Selbst
wenn du auf gleicher Stelle
weglos
suchend
stumm verharrst
zögernd leise Trippelschritte
nicht in Zukunft
Heute
wagst
finden dich
die Weltenwege
findet dich
das Leben.

Doch
vergiß nicht
loszulaufen.

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wo das morgen mich verliert

irgendwo beginnt die träne
wo das morgen mich verliert
wo das leben sich zerspaltet
nebel aus den träumen kriecht
wo des geistes letzte reise
in der welt aus dir verebbt
regungslos die kälte schlummert
ungeboren licht entweicht.

irgendwo beginnt die träne
fängt den namen einer sucht
treibt den abgrund aus dem dunkel
in ein flackertrübes herz
löscht mit blindem kuß die lider
füllt die nacht mit meinem wort
reißt mit eiseshand und flamme
letzten schild von meiner brust.

irgendwo beginnt die träne
dort, wo mich der tag vergißt.

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vorhang

flüsternd
leise trippelschritte
auf der stelle
atemlos

müder blick
nach vorn
zurück
kein wort noch findend

ungelebten traum gewebt
stumme seufzer aus der brust
flüsternd
fliehend ohne weg

öffne ich die tauben lieder
sehe ich
erkenne mich
zerfetz den traum
zerfetze mich –
dünner vorhang
vor dem leben.

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vielleicht zu nah

erst wenn die sonne untergeht
der abend uns in nebel hüllt
wenn finsternis die masken tilgt
und körper unter tuch versteckt
erst wenn dein antlitz sanft verwischt
und müdigkeit die lüge löscht
wenn jeder weltenklang verstummt
und deine nähe endlos fern

ertönen leise, sanfte worte
erzählen wahre wirklichkeit
ein lächeln, das im dunkel glitzert
dein name, der mich leuchten läßt
erklingen lieblich die gedanken
die wärme, die mir seufzer schenkt
ein zarter traum in zitterwelten
der jeden morgen neu zerbricht.

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Umarmung

Kraftlos
deine zarten Arme
um meinen dürren Leib.

Deine Nähe schwächelt
liebkost mich nicht.

Der Glanz deiner Augen
trügt.

Für einen Moment
bin ich versucht
alles zu geben
mich dir
hinzugeben
nachzugeben.

Einer von vielen
in deinem Arm.

Abgestumpftes Lächeln
findet mich nicht
perlt an meinen Tränen
ab.

Ich hör kein Herz pulsieren
spür dich nicht
leben
lieben.

Als ich wortlos gehe
weinst du
keine Träne.

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zerbrechende welten

darnieder kniet
was fliehend lebt
auf welkem weltenboden
ein aschekuß
in kaltem staub
wo licht mich nun verlor.

gefaltet zum gebet
die hand
die flehend sich zur sonne richtet
doch abgewiesen
jedes wort
einst suchend mir erdacht.

zu meinen füßen
bricht die welt
die silberklinge formt den pfad
der nebelhauch entreißt ein herz
aus meinem
das verblieb.

ein toter odem
zerrt zugleich
raubt leben und ein lachen
vergänglichkeit
das alte wort
entsendet tränen mir.

verblassend weicht
der letzte traum
nennt flüsterleere zeilen
ein klang aus der erinnerung
als liebe mich erwarb.

der tiefste wald
ward blankes feld
ein wind stäubt tote samen
wo altes flieht
sei neues mir
doch starb ein letzter pfad.

darnieder kniet
auf welkem grund
auf welten, die zerbrechen
was träumend jeden pfad verlor
auf asche tränen sät.

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nicht fähig

noch immer
zum finden
nicht fähig

gesucht
doch nie
entdeckt.

menschenmünder
grüßen
lachen
werfen worte
weichen fort.

nichts bleibt
in mir
bei mir.

noch immer
nicht fähig
gefunden
zu sein.

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zu tief

das begreifen setzt aus
was wäre wenn…?
die vergangenheit flüstert lügen
singt dein leises lied.

der boden flieht
ich stürze tief
die möglichkeit reißt mich hinab.

ich erinnere mich
der regen des lächelns
haltlos blüht das gestern
als wär es nie geschehn.

die hand zum licht
ergreife nichts
die augen viel zu tief geschlossen.

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