Das 1. Türchen

Manche von euch erinnern sich vielleicht an die Geschichten, die ich in der Rubrik „Begegnungen“ schrieb und die schließlich sogar in einem Ebook Platz fanden. Für den diesjährigen Fredventskalender werde ich euch anstelle von 24 Comics, Cartoons oder Zeichnungen Tag für Tag eine neue, kleine, winterlich-weihnachtliche Geschichte präsentieren. Jede dieser 24 Geschichten wird eine Begegnung, jede wird ein wenig niedlich, ein wenig albern, aber auf jeden Fall bastianisch sein.

Doch genug des Vorworts. Ich wünsche euch fiel Fergnügen und Hohoho!

Eines Tages begegnete ich einer Schneeflocke.

Es schneite, und einer Schneeflocke zu begegnen, bedurfte keiner besonderen Anstrengungen. Der gesamte Himmel war voll von ihnen.

Doch diese eine Schneeflocke war anders. Sie schwebte nicht wie all die anderen Flocken langsam und bedächtig dem unvermeidlichen Erdboden entgegen, sondern sie schien eine Richtung, ein Ziel, zu haben, schien genau zu wissen, was sie tat. Ich entdeckte sie zwischen hunderten weiteren Schneeflocken, und kaum hatte mein Blick sie erfasst, bemerkte ich mehr: Sie glitzerte, glitzerte mehr als ihre Schwestern und Brüder, und ihr Glitzern ließ ihren zarten, zerbrechlichen Schneeflockenkörper größer, weicher, ja: intensiver, erscheinen. Es war, als drängte ein riesiges Kichern aus ihr heraus in die Welt.

Ich mochte die Schneeflocke sofort.

„Hallo.“, sagte ich zu ihr, als sie sich noch weit über meinem Kopf befand.

Sie drehte sich nach unten, und ihr Glitzern wuchs, als sie mich erblickte.

„Hallo.“, sagte sie.

„Du bist einzigartig.“, sagte ich, denn etwas Besseres, Richtigeres, fiel mir nicht ein.

„Jede Schneeflocke ist einzigartig.“, antwortete sie, und ich konnte das Kichern zwischen ihren Wörtern förmlich spüren.

„Aber du bist einzigartiger.“, entgegnete ich, mich jeder Logik widersetzend. „Vielleicht sogar am einzigartigsten!“

Die einzigartigste Schneeflocke zögerte kurz.

„Nein.“, sagte sie dann. „Ich bin einzigUNartig!“

Frech küsste sie mich auf den Mund und ließ sich vom nächsten Windstoß davontragen.

Inktober 2015 – 15: I love Hippo Hop

Inktober 2015 - 15

Meine geliebte Frau hat für die heutige Zeichnung mal wieder als Muse gedient. Nicht, weil sie mich an ein Nilpferdchen erinnert, sondern weil ich ihr zuweilen die Bitte an die Nase werfe, mir doch mal ein nettes Tierchen zu nenne. Gestern war es ein Igel, heute war es eben ein Nilpferd, das sie verwortspielzeichnet haben wollte.
Mal sehen, was es morgen wird.

Inktober 2015 - 15

Inktober 2015 – 14: Fly like an Igel

Inktober 2015 - 14

Hach. Mal wieder ein wundervolles deutsch-englisches Wortspielchen. Ich mag ja, wie zufrieden der Knuffeligel durch den Fahrtwind düst.
Ich habe mal wieder das Papier ändern dürfen und landete bei einem, das sich weigerte, die Tinte trocknen zu lassen. Der Inktober ist also dieses Mal ein allgemeiner Papiertest. Umso erstaunlicher, dass sich im Vorjahr die kleinen gelben Klebezettelchen als so gut nutzbar erwiesen.

Inktober 2015 - 14

Inktober 2015 – 11: Ich bin von dir beigeistert!

Inktober 2015 - 11

Manchmal geht es recht schnell. Man schaut eine Serie, in deren Abspann die nächste Folge angekündigt wird. Irgendwer glaubt, einen Geist gesehen zu haben, und noch während die Abspannmusik läuft, klickert es durch meinen Kopf. Geist. Begeisterung. Ich bin von dir begeistert!
Vielen Dank, liebe Unterhaltungsindustrie.

Inktober 2015 - 11

Inktober 2015 – 10: She loves me

Inktober 2015 - 10

Nach „All you need is dove“ wurde es mal wieder Zeit für einen verwortspielten Beatles-Klassiker. Ich mag die drei Bären ja ein bisschen, und ich muss gestehen, dass es mir auch ein wenig gefällt, mit Feder zu schreiben.
Dennoch ahne ich, dass ich auch nach dem diesjährigen Inktober mit Freuden zu altbewährten finelinerigen Zeichenmethoden zurückkehren werde.

Inktober 2015 - 10

Inktober 2015 – 09: Du bist etwas ganz Besonnderes!

Inktober 2015 - 07

Diese Zeichnung hat tatsächlich mehrere Versionen unterlaufen. Hauptgrund war tatsächlich die Kombination aus Tinte, Papier und – zu einem Zeitpunkt – meiner Ungeduld. Das Papier mag die Tinte anscheinend nur manchmal beziehungsweise auf einer Seite. Die andere Seite bildet interessante aber nicht sehr hilfreiche Ausfaserungen. Und wenn man dann noch mit dem handrücken über die frischen Linien wischt, dann darf man eben von vorn beginnen.
Glücklicherweise habe ich mich nur kurz geärgert. Habe ja ein sonniges Gemüt.

Inktober 2015 - 09

Inktober 2015 – 08: Hase

Inktober 2015 - 08

Wo Knuffeltiere gezeichnet werden, dürfen dicke Häschen mit Möhrchen natürlich nicht fehlen.
Dabei fiel mir ein, dass ich nicht weiß, ob unverkleinerte Kaninchen, also Kanins, irgendwas mit Caniden zu tun haben – abgesehen davon, dass die einen die anderen zu jagen pflegen.
Mmh.

Inktober 2015 - 08