… einen „love seat“ für einen Liebes-Seat halten…
FFFfF: Ein Buch
Heute verbrachte ich bestimmt eine Stunde damit, ein mir gefallendes Hintergrundbild zu suchen. Letztlich hatte ich drei Kandidaten, die mir ansatzweise, aber eben nur ansatzweise zusagten, und ich beschloß, ein eigenes zu schaffen – ein neues Fred-Hintergrundbild.
Selbiges ist ohne großen Aufwand geschaffen worden – und sieht dennoch tausendmal besser aus als alles, was sich mir im Netz aufdrängte. [Es ist übrigens erstaunlich, wie normal es zu sein scheint, „Babes“ auf den Desktiophintergrund zu packen. Ich selbst käme nie auf die Idee, den Monitorinhalt mit derartigem bestücken zu wollen.]
Allen Vorfreudigen sei aber gesagt, daß ich das Hintergrundbild erst erprobe und notfalls verbessere, bevor ich es zum offiziellen Download bereitstellen werde.
Immerhin erfuhr ich neulich, daß das alte Fred-Hintergrundbild, an dem ich mich längst statt sah, bei diversen von mir geschätzten Leuten noch immer in Anwendung ist. Das freut mich natürlich und so.

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[Im Hintergrund: Menhir – „Ziuwari“]
FFFfF: Pinselstriche
FFFfF: Mut
Das Wort „Mut“ assoziiere ich übrigens – und das wurde mir gerade zum ersten Mal seit langem wieder bewußt – immer noch mit dem feigen Löwen aus Wolkows „Der Zauberer der Smaragdenstadt“.
Erstaunlich, wie sehr Kinderbücher prägen. Beispielsweise entsinne ich mich nur zu gut einer Geschichte der sogenannten Pizzabande, bei der sich ein normaler Mann als Punker verkleidete und in dieser Verkleidung eine Bank ausraubte – weil er dadurch, daß er sich auffällig verhielt, letztlich unauffällig wurde.
Auch weiß ich noch genau, wer mich das erste Mal mit Enid Blytons „Fünf Freunde“ in Berührung brachte – und daß ich erstaunt war, wieviele Bücher dieser Machart es gab. Oder Wolfgang Eckes „Perry Clifton“, der mich bis heute begeistert.
Oder „Drei lustige Gesellen“ von Eno Raud, ein Kinderbuch, in das ich mich immer wieder verlieben könnte. Wie knuffig waren doch Muff und seinen Hund Kragen, Moosbart und seine Preiselbeeren im Bart und Halbschuh, der immer mit den Zehen wackelte.
Sehnsucht? Eher nicht, denn mit der Zeit habe ich unzählige wirklich gute Bücher gelesen, an die ich mich mit ähnlicher Begeisterung erinnere. Allerdings, das muß ich zugeben, assoziiere ich keines von denen mit dem Wort „Mut“.
Dennoch fallen mir bei „Mut“ auch zwei Zeilen von Dornenreich ein:
Mein Innerwille ist mein Docht
Mein Mut ist meine Flamme
Und so.
FFFfF: Nicht so einfach
am ende eines sommers
irgendwo verliert sich deine spur
ausgetretene feldwege kreuzen meine blicke
goldgelbe ähren bilden sonnenfelder
ein wind durchstreift mein denken
ich lächle
folge dir.
dein duft schwebt in den wolken
ich springe hoch und jauchze
gelassen stöber ich durch bunte welten
mein lachen wellt sich von mir fort
doch findet nichts.
lieder gleiten von den rauschenden wipfeln
ein regenmeer plätschert fröhlich auf meine sinne
ich laufe fort, dir hinterher
in der ferne erkenne ich gestalten
doch keine hat flügel.
was soll ich noch hier?, flüstert mein herz
und eilt, dem lauen windhauch folgend
ein glitzern kühlt mein lachendes auge
am horizont erscheint ein traum
und ruft mich leise.
von den bäumen purzeln bunte blätter
erzählen heitere geschichten von dir
ich kann dich nicht finden, doch erinnere mich
die nackten füße stolpern über weiches gras
ein käfer setzt sich auf meine hand
begleitet mich.
was soll ich noch hier?, flüstert mein lachen
es nimmt reißaus, entkommt mir nicht
ich kann den weg längst nicht mehr sehen
doch folge dir, durch wald und hain
ins irgendwo.
dein lächeln klebt an meinen ohren
zeigt mir den weg durch die gezeiten
in den feldern raschelt ein flüstern
nennt deinen namen, immer wieder
ich höre ihn nicht.
jeder atemzug pulsiert wie glut in meinen lungen
was soll ich hier?, frag ich verwirrt
und plötzlich schweigt dein stilles lachen
ich bleibe stehen, find dich nicht länger
die richtung bleibt verborgen.
herr meiner sinne setze ich mich nieder
das feld rauscht trübt und einsam
sonnenstrahlen verkriechen sich hinter grauen wolken
der wind färbt sich mit kälte
wo bist du?, flüstere ich.
die erinnerung bleibt – in seligem glitzern
die antwort jedoch verhallt im regen
längst verließ mich mein begleiter
ein name weht hinfort
und auch mein licht.
Ein Gedicht, das ich schon vor wzei Jahren schrieb und heute wiederentdeckte. Da es meiner Stimmung entspricht und mir zudem auch noch immer gefällt, kramte ich es wieder hervor und fügte ich es an dieser Stelle ein.
FFFfF: Latein
Ich habe es an anderer Stelle schon einmal erwähnt, doch wiederhole mich gerne: Ich bitte von Zustandsinterpretationen abzusehen. Wenn Fred krank ist, kann das bedeuten, daß ich es auch bin. Muß es aber nicht.
Im konkreten Fall soll das heißen: Mir geht’s gut. Ich hüstle zwar hin und wieder, aber fühle mich prächtig. Die Thematik „Krankheit“ finde ich bei Fred jedoch ganz nett, weswegen ich sie weiterverfolgte.
Und so.
FFFfF: Krank II
Tag der Deutschen Einheit. Ich gebe zu, ihn nicht zelebriert zu haben. Ich stand nirgendwo mit meiner inexistenten Deutschlandfahne und wedelte glücklich vor mich hin. Selbst der heutige Comic thematisiert anderes.
Ist das schlimm? Vernachlässige ich die Bedeutung der Einheit, wenn ich diesem Tag keine große Beachtung schenke? Ich bezweifle es. In meinem Schädel ist die Einheit längst vollzogen. Ich kann mich der DDR-Repressalien kaum entsinnen, doch bin froh, heute tun und lassen zu dürfen, was ich mag, Möglichkeiten zu nutzen, die mir ohne die Einheit vermutlich nicht zur Verfügung gestanden hätten.
Dennoch hopse ich nicht vergnügt durch die Gegend und umarme jeden mit mir vereinten Deutschen. Warum? Weil ich mich lieber nach innen freue. Allerdings freue ich mich eigentlich gar nicht. Mir ist es fast egal.
Vielleicht weil ich mir der Tragweite dieses Tages nicht bewußt bin, weil sämtliches Lesen und Lernen mir nicht bewußt machen kann, wie mein Leben ausgesehen hätte, wären Ost- und Westdeutschland nicht zusammengekommen.
Vielleicht, weil es schwerfällt, etwas derart Bedeutsames in symbolischer Form in einen Tag zu stopfen und sich einen Ast darüber abzugrinsen.
Vielleicht weil ich einer Generation[?] angehöre, die „Ossi“ und „Wessi“ nur im Scherz sagt und regionale Zugehörigkeiten von Charaktereigenschaften trennen kann.
Vielleicht, weil ein historisches Ereignis sich immer „irgendwo“ und nicht „jetzt“ und „hier“ abspielt und dessen Bedeutung erst nachträglich aus den Büchern und Nachrichten erfahren wird.
Ich finde trotz allem gut, daß dieser Tag existiert. Denn er gibt Stoff zum Nachdenken. Und sei es nur über die Frage, warum ich ihn nicht mit Zelebrationen begehe.
Und so.

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[Im Hintergrund:VAST – „April“ — Genial!]
FFFfF: Die wichtigste Sache im Leben
Die gestrigen Genesungswünsche halfen. Sowohl mir als auch Fred.
Ich selbst schlief gut, war frei von körperlichen Beschwerden [abegsehen von der Schnittwunde, die ich mir gestern zuzog und die mich heute am Barré-Greifen hinderte] und bereit, sowohl ein stundenlanges WG-Casting als auch einen erfolgreichen Hosenkauf [endlich!] hinter mich zu bringen.
Mein Abendbrot war von erstaunlicher Leckerheit [Wasn das fürn blödes Wort?], und meine Laune ist enorm. Gute Musik tut ihr Übriges.
Und so kann sich auch Fred endlich wieder mit wichtigen Dingen beschäftigen.
Und so.

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[Im Hintergrund:VAST – „April“]
FFFfF: Krank
Ich wußte ja, daß das Geräusch, daß mein ftp-Programm beim Hochladen macht, widerlich ist. Doch wenn mir ohnehin der Kopf zu zerspringen droht und ich deswegen schon alle Geäusche aus meiner Umgebung tolgte, dann ist dieser widerliche Sound wie eine Klinge, die mehrfach in meinen Schädel gestoßen wurde.
Unschön.




