Extremitäten

Ich liebe es, in Springerstiefeln durch die Gegend zu laufen. Sie müssen nicht sichtbar sein, denn auch gut unter den Hosenbeinen versteckt erfreuen sie mein Gemüt. Die Schnallen klingeln eine monoton-fröhliche Melodie bei jedem Schritt, den ich zu gehen wage, und der immer wieder auftauchenden Frage anderer, warum am rechten Stiefel Nieten befestigt seien, begegne ich mit schmunzelnder Ignoranz.

Es ist heiß, und ich trage meine Springerstiefel, auch wenn ich in ihnen zu ertrinken drohe. Den Vorschlag, mir normaes Schuhwerk, beispielsweise Sportschuhe, zuzulegen, überhöre ich. Daß mir ausreichend Barvermögen dafür fehlt, wäre ein Grund, der akzeptiert würde. Doch ich schweige, enthalte den Fragenden vor, daß ich gar kein Interesse daran habe, das Schuhwerk zu wechseln. Mir gefällt, was ist.

Noch mehr gefällt mir jedoch, barfuß zu laufen. Vom Wechsel des Schuhwerks kann keine Rede sein, denn nur das komplette Entfernen birgt Wonnen. Ich liebe es, jeden Kieselstein, jede Unebenheit zu spüre, nackten Fußes über Wiesen zu laufen, in eleganten Manövern Hundekot oder Glasscherben auszuweichen. Ja, ich liebe es sogar, heimgekehrt die geschwärzten Fußsohlen zu betrachten und mich über selbige zu amüsieren.

Ich besitze FlipFlops, die in meinen Augen eine ausreichende, aber trotzdem ungenügende Vorstufe zur Barfüßigkeit darstellen, und nutze sie auch. Nicht jeder Laden, nicht jde Bibliothek ist erbaut von nacktem Dreckfuß, und ich akzeptiere das.

Doch wenn es kein Ziel, kein Geschäft, nur mich und die Straße gibt, nur mich und den Park, nur mich und irgendeinen Weg, dann entledige ich mich ihrer, gebe meinen FüßEN DAS Gefühl zurück, befreie sie von der Sinnestaubheit, die ihnen all die Zeit auferlegt ist.

Meine Füße sind nicht mit sonderlich berauschender Schönheit oder anderen Gründen gesegnet, sie der Welt zu präsentieren. Doch ich begriff, daß mir ein Teil der Welt verlorengeht, bedecke ich sie mit schützendem Schuhwerk.

Springerstiefel und Barfüßigkeit – zwei gegensätzliche Extrema, die sich auszuschließen scheinen. Doch ich liebe sie beide. Und wenn mir jemand Sportschuhe als sommerliche Fußbedeckalternative vorschlägt, werde ich wieder schmunzeln:
Solange ich mit Barfüßigkeit und Bestiefelung mir größere Freude zu erwirken vermag, ist der Mittelweig niemals der meine.

[Im Hintergrund: Tool – „10.000 Days“]

Morgendlicher Ohrwurm 39: Kaltes Erschrecken

An temperaturintensiven Tagen fällt für gewöhnlich nicht weiter auf, wenn das heimische Warm- beziehungsweise Heißwasser nicht willens ist, aus dem Hahn zu sprudeln. Vielmehr legt sich eine gewisse Fröhlichkeit aufs Gemüt, nutzt man jede Handwaschgelegenheit zu Erfrischungszwecken. Dazu reicht kühles, ja kaltes, Wasser völlig aus.

Und müßte man nicht hin und wieder duschen oder abwaschen, so bliebe geheim, was mir schon gestern auffiel, aber erst heutliche Bestätigung erhielt: Wir haben kein warmes Wasser.

In den gestrigen Morgenstunden war das vom Duschkopf abgesonderte Naß immerhin noch von angenehm lauer Temperatur, so daß ich mich zwar reinigenderweise kurz faßte, aber nicht gleich erfror. Mit dem Erfrieren jedoch mußte ich mich heute auseinandersetzen, als ich mich mit keuchend unter die eisige Brause stellte und das morgendliche Säuberungsritual vollzog.

Dabei jedoch fiel mir ein Ohrwurm auf, der mich seit dem Erwachen begleitete:
Muse – „Thoughts Of A Dying Atheist“
„it scares the hell out of me
and the end is all I can see“

‚Schönes Lied.‘, dachte ich, als ich in den rettenden Bademantel sprang.

FFFfF: Zu dick

Für den Inhalte des heutigen Comics ist Reinhold Beckmann verantwortlich. Ich schaute soeben das Spiel Brasilien gegen Kroatien, während meine Gedanken abschweiften: Sterne sollten in dem neuen Comic vorkommen. Oder mal wieder die Unendlichkeit. Oder beides.

Beckmann jedoch bezichnete den armen Ronaldo heute so oft als Pummelchen oder ähnliches, daß mein mitshcauender Mitbvwohner sich nicht nur darüber aufregte, sondern auch vorschlug, den heutigen Comic derart zu thematisieren.

„Zu dick“ ging mir durch den Kopf und nicht mehr aus selbigem heraus. Das Ergebnis ist ersichtlich.

Und so.


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[Im Hintergrund: Arch Enemy — Die Frau kann vielleicht grölen… Fetzt.]

Morgendlicher Ohrwurm 38: Der frühe Vogel fängt den Hund

Ich mag es zu erwachen.

Vor wenigen Tagen noch erwachte ich vom grellen Sonnenlicht, das sich viel zu früh unter meine Lider drängte. Ich drehte mich weg und ignorierte die Hitze im Zimmer, hoffend, noch ein paar Minuten Schlaf zu finden. Wenig später erwachte ich erneut, weil das Telefon klingelte, doch schlief wieder ein. Ich glaube, wenn ich eine Sache gut kann, dann ist das Einschlafen. Egal wann, egal wo.
Ich schlief also wieder ein, und als ich das dritte Mal erwachte, fühlte ich mich ausgeschlafen wie nie.

Heute erwachte ich, weil die Küche Geräusche von sich gab. Nach nur sieben Stunden Schlaf meinerseits erdreistete sich meine Mitbewohnerin, in der Küche abzuwaschen, obgleich offensichtlich war, daß außer ihr noch niemand wach war. Nun ja, bis dahin.
Und während ich überlegte, ob es mir gelingen könnte, den Küchenkrach zu ignorieren, klingelte das Telefon. Mein Mibtewohner und ich teilen uns einen Anschluß, und natürlich war es für ihn.

Mit dem Nochmal-Einschlafen-Wollen war es nun vorbei. Ich horchte vergeblich in den taubstummen Hörer und entschloß mich aufzustehen, um endlich mal fleißig zu sein, die frühe Morgenstunde zu nutzen und den sprichwörtlichen Wurm zu fangen.

Leider war das einzige, was ich fand, ein Ohrwurm, der mir seit dem Erwachen im Schädel herumschwebte, obgleich es dafür keinen Anlaß gab. Immerhin gefiel er mir:

I Am X – „Bring Me Back A Dog“

Obiger Text ist der Versuch, eine totgeglaubte Rubrik wiederzubeleben. Keine Ahnung, ob es gelingt.

FFFfF: Russisch

Die Sonne scheint. Die Welt freut sich dem Sommer entgegen und ich mich darüber, daß ich schon gestern so fleißig war, den heutigen COmic zu zeichnen und dementsprechend heute auf der faulen Haut liegen bzw durch die Gegend reisen zu können.

Und so.


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FFFfF: Willkommen im Club

Ich wude in der letzten Zeit häufiger gefragt, woher ich meine Ideen habe. Vermutlich sollte ich die nicht mehr ganz aktuellen Never Asked Questions mal mit einer Neuauflage versehen.

Bei der Suche nach oben Erwähntem stellte ich fest, daß ich früher viel mehr [öffentliche] Morastsche Texte verfaßte. Sollte ich vermutlich auch mal wiedermachen. Fred-Comics gibt es natürlich trotzdem…

Und so.


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[Im Hintergrund: I Am X – „This Will Make You Love Again“ – Schön.]