Das 14. Türchen

Ich ging gerade nach Hause, als ich von oben eine Stimme vernahm: „Hallohallo!“
Mistelzweige sind nunmal so. Sie quatschen einfach drauflos.
„Es ist allgemein üblich, dass man sich unter einem Mistelzweig küsst.“, sagte der Zweig, und für ein Gewächs hatte er eine zauberhafte, fast sinnliche Stimme.
Ich blickte nach oben, und über mir hing nicht nur ein Mistelzweig, nein, dort hin eine ganze Mistel. In voller Pracht.
„Sind Misteln nicht Parasiten?“, fragte ich nachdenklich. „Klebt ihr nicht an Ästen und ernährt euch von dem, was der Baum euch gibt?“
Die Mistel antwortete nicht, ließ mich weiterreden:
„Warum sollte ich auf dich hören? Warum sollte ich das befolgen, was mir jemand sagt, der andere ausnutzt?“
Die Antwort der Mistel ließ nicht lange auf sich warten:
„Es ist eher eine Symbiose. Ein gegenseitiges Geben und Nehmen.“
„Und was gibst du dem Baum?“, wollte ich wissen.
„Nicht ich.“, antworte die Mistel und raschelte mit ihren kleinen Blättern. Sie lachte. Redete weiter:
„Es ist allgemein üblich, dass man sich unter einem Mistelzweig küsst.“, sagte sie.
„Aber wen soll ich denn küssen?“, regte ich mich auf. „Ich bin hier doch ganz allein!“
„Nicht ganz.“, antwortete die Mistel und raschelte erneut.
Zum ersten Mal bemerkte ich den Baum, an dem die Mistel hing. Es war ein großer, schöner Baum, mit gesunden, starken Ästen. Er wirkte sehr sympathisch.
Und er sah aus, als freute er sich darauf, von mir geküsst zu werden.

Das 13. Türchen

Eines Tages begegnete ich einer Blume. Ich bin kein Botaniker, aber eine Blume erkenne ich, wenn ich sie sehe.

Diese Blume war betrübt. Das war eindeutig.

„Was ist denn los?“, fragte ich.

Die Blume ließ den Kopf hängen, schniefte ein wenig, antwortete aber nicht.

„Was ist denn los?“, fragte ich erneut.

„Das verstehst du nicht.“, nuschelte die Blume.

„Was ist denn los?“, fragte ich ein drittes Mal.

„Hmpf.“, machte die Blume, und ich muss gestehen, dass ich dieses Geräusch noch nie zuvor von einer Pflanze vernommen hatte. „Hmpf!“, machte sie erneut und erklärte:

„Es ist ja so: Seitdem sich mehrfach verglaste Fenster durchgesetzt haben, gibt es im Winter kaum noch Eisblumen. Sie sind zur Seltenheit geworden.“

Die Blume hob den Kopf.„Seltenheiten sind wertvoll. Gold ist nicht deswegen so teuer, weil es so hochwertig ist, sondern weil es selten vorkommt.“

Die Blume blickte mich an, wartete, bis ich ihren Gedankengängen gefolgt war.

„Eisblumen sind wertvoll.“, sagte sie und ergänzte dann ganz leise: „Ich möchte auch wertvoll sein.“

Ich schwieg ein wenig. Das konnte ich ganz gut. Außerdem erhöhte es den dramatischen Effekt.

Dann begann ich zu reden.

„Schau dich um, liebe Blume. Es ist eiskalt. Mitten im Winter stehst du hier und blühst, hebst deinen Kopf und möchtest wertvoll sein. Dabei nicht nur widerstehst du der Kälte, sondern schenkst auch der trüben Winterlandschaft einen zauberhaften Tupfer schönster Farbe.“

Ich schaute auf die Blume, und mir kam es so vor, als hätten sich ihre Blütenblätter zu einem Lächeln ausgebreitet.

„Du bist nicht nur selten, nicht nur wertvoll, sondern wundervoll!“

Die Blume strahlte vor Freude.

„Danke.“, sagte sie.

„Nichts zu danken.“, sagte ich und reichte ihr mein Schokoeis.

„Machs gut, meine Eisblume.“, sagte ich und ging.

Das 12. Türchen

Eines Tages begegnete ich einem Känguru. Einem echten Känguru!

Es stand einfach so an der Fußgängerampel und wartete darauf, dass das grüne Licht erschien. Autos rasten vorbei, und niemand kümmerte sich darum, dass hier ein echtes Känguruh an der Ampel stand.

„Was machst du denn hier?“, frage ich verwundert.

Das Känguru drehte den Kopf und grinste mich verschmitzt an:

„Ich bin der Weihnachtsmann!“

„Was?!?“, rief ich. Meine Verwunderung wuchs.

„Ich bin der Weihnachtsmann!“, wiederholte das Känguru und richtete seinen Blick wieder auf das rote Ampellicht.

„Das kann doch nicht sein!“, rief ich erregt. „Der Weihnachtsmann hat einen Bart und einen Mantel und einen dicken Bauch!“

Die Ampel schaltete auf Grün.

„Und Schnee! In Australien gibt es doch gar keinen Schnee!“

Das Känguru setzte sich in Bewegung.

„Und außerdem hat der Weihnachtsmann einen riesigen Sack voller Geschenke!“

„Ich bin der Weihnachtsmann!“, sagt das Känguru noch einmal und hüpfte über die Straße.

Etwas Kleines, Blaues fiel aus seinem Bauchbeutel.

„Hey! Du hast was verloren!“, rief ich, rannte auf die Straße und hob es auf. Es war ein Geschenk. Ein echtes Geschenk mit Geschenkpapier und Schleife.

„Frohe Weihnachten!“, rief das Känguru von der anderen Straßenseite und hüpfte davon.

Das 11. Türchen

Eines Tages begegnete ich einem Raum. Er war nicht zu groß, nicht zu klein, eigentlich genau richtig. Und er war traurig. Das spürte ich sofort, als ich ihn betrat.

„Hach.“, seufzte der Raum.

„Warum bist du denn so traurig?“, fragte ich, stand inmitten der Wände und wusste nicht so genau, wohin ich blicken sollte.

„Weißnicht.“, antwortete der Raum ganz leise.

Der Raum sah normal aus. Wie ein Wohnzimmer: Esstisch, Couch, Regale, Bilder an den Wänden, Lampen, ein Fransenteppich und diverse fröhlich sprießende Pflanzen auf dem Fensterbrett.

Der Raum seufzte wieder.

Ich trat einen Schritt zurück, um mir einen besseren Überblick machen zu können, lehnte mich an die Wand.

Der Raum seufzte erneut, diesmal vor Glück.

„Was…?“, begann ich und drückte probeweise meinen Körper noch ein wenig fester gegen die weiße Tapete.

Der Raum schwieg nun, doch es war ein Schweigen aus Wonne.

„Mmh.“, machte ich und begann zu überlegen. Die restlichen Wände krochen langsam auf mich zu, wollten ebenfalls gekuschelt werden. Allmählich wurde es eng hier.

„Ich komme wieder.“, sagte ich und entfloh.

Die Party war ein voller Erfolg. Ich hatte viel zu viele Leute eingeladen, und dennoch gab es genug Erdnussflips und Sprudellimonade für alle. Nur an Sitzmöglichkeiten mangelte es merkwürdigerweise, und die Gäste lehnten sich zuhauf an die Wände.

„Dasmüssenwirwiedermachen.“, sagte der Raum anschließend, vor Freude strahlend.

Ich nickte und streichelte zärtlich die Tapete.

Das 10. Türchen

Eines Tages begegnete ich einem Eichhörnchen. Es sah traurig aus, und von Mitgefühl überschwemmt fragte ich leise: „Was ist denn los?“

„Ich habe meine Nüsse verloren.“, schluchzte es. Mir zerbrach es das Herz, das kleine, knuddlige Tierchen so tieftraurig sehen zu müssen.

„Kann ich dir irgendwie helfen?“, fragte ich. Irgendwas musste es doch geben, das das Eichhörnchen wieder aufheitern konnte.

„Kannst du mir helfen, meine Nüsse wiederzufinden?“, fragte es mit piepsiger Stimme.

Ich nickte, schließlich kannte ich mich aus. Im Herbst sammelten Eichhörnchen Nüsse und Eicheln und Samen und versteckten sie gut. Im Winter dann suchten sie die Verstecke auf, um sich an ihren Vorräten zu laben. Und wenn sie ein Versteck vergaßen, konnte es passieren, dass dort eine neue Eiche oder ein Nussbaum entstand.

„Weißt du, wo deine Nüsse ungefähr sein könnten?“

Diesmal nickte das Eichhörnchen. „Da lang, glaube ich.“, sagte es leise und zeigte nach links. Mir war jede Richtung recht, doch links war schon immer eine meiner Lieblingsrichtungen.

Wir liefen ein wenig. Das Eichhörnchen blieb immer wieder stehen, buddelte, schnupperte, sah sich um.

„Da lang, glaube ich.“, sagte es immer wieder, um wieder innezuhalten, wieder die Luft zu riechen, zu graben und sich umzublicken.

„Da lang.“, sagte es wieder und wieder, bis ich irgendwann fündig wurde.

„Da sind Nüsse.“ Ich zeigte auf den Berg aus Nüssen, der sich meinen suchenden Augen erfolgreich präsentiert hatte.

„Da sind sie ja!“, rief das Eichhörnchen begeistert, zog einen Beutel chilenischer Walnüsse aus dem Regal und verschwand damit aus dem Supermarkt.

„Vergiss nicht zu bezahlen.“, rief es noch, dann schloss sich die Glastür hinter ihm.

Das 9. Türchen

Eines Tages begegnete ich einem Sonnenstrahl.

Es hatte den ganzen Morgen geregnet, doch nun, da mein Magen brummend die Mittagszeit verkündete, schwiegen die Himmelstropfen, und die Sonne lugte schüchtern aus dem wattigen Grau hervor. Einzelne Strahlen drängelten sich an wuchtigen Wolken vorbei gen Erde, und der Anblick war zu schön, zu wundervoll, um nicht innezuhalten und erwärmten Herzens nach oben zu schauen.

Ein einzelner Strahl ragte direkt zu mir herunter, als wolle er auch meine Haut mit Wärme belegen, als wolle er an meiner Nase kitzeln, Schabernack mit mir treiben.

„Hallo.“, sagte ich, dem Sonnenstrahl meine übliche Begrüßung sendend.

„Du bist überhaupt kein Strahl.“, ergänzte ich, ohne eine Antwort abzuwarten.

„Denn geometrisch betrachtet gehen Strahlen zwar immer von einem Anfangspunkt aus.“ Ich wies in Richtung der noch schüchternen Sonnenkugel. „Am anderen Ende jedoch gibt es kein Ende. Theoretisch setzen sich Strahlen in eine Richtung unendlich lange fort.“

Der Strahl schwieg. Ich ließ mich nicht beirren.

„Wenn du also beispielsweise auf meine Haut triffst, sie mit Sonnenwärme bedeckst, dann besitzt du einen Anfang und ein Ende – und bist somit eine Strecke.“

Der Strahl schwieg. Das konnte er offensichtlich ziemlich gut.

„Sobald du also auf mich triffst, bist du kein Strahl mehr.“, erklärte ich.

Der Strahl schwieg weiter, ignorierte mich und zog an mir vorbei in Richtung Unendlichkeit.

Das 8. Türchen

Eines Tages begegnete ich einem Rentier.

Es war ein prachtvolles Rentier, und ich musste es unbedingt ansprechen.

„Hallo!“, grüßte ich, ein wenig schüchtern.

„Hallo.“, sagte das Rentier freundlich.

„Du hast gar keine rote Nase.“, stellte ich fest.

„Nein, habe ich nicht.“, antwortete das Rentier, an seiner Freundlichkeit festhaltend.

„Kennst du Rudolph, das rotnasige Rentier?“, fragte ich.

„Nein, tut mir leid.“, entschuldigte sich das Rentier.

„Wirklich nicht?“, hakte ich nach.

„Nein, wirklich nicht.“

„Nicht mal so ein bisschen?“

„Nein, gar nicht.“ Das Rentier entschuldigte sich erneut: „Tut mir leid.“

„Macht ja nichts.“, sagte ich und warf sofort die nächste Frage hinterher:

„Und den Weihnachtsmann? Kennst du den Weihnachtsmann?“

Das Rentier schüttelte langsam seinen riesigen Kopf:

„Nein, auch den kenne ich nicht. Zumindest nicht persönlich.“

„Och.“, machte ich. Ich war ein bisschen enttäuscht. Im Leben bietet sich nicht oft die Gelegenheit, einem echten Rentier zu begegnen. Und wenn dieses dann gar nichts mit dem Weihnachtsmann zu tun hat, dann ist das natürlich äußerst bedauerlich.

„Eine Frage habe ich noch.“, meinte ich, denn ich hatte plötzlich eine Idee. Das Rentier blickte mich so geduldig an, wie es nur Rentiere vermochten.

„Bist du überhaupt ein Rentier?!?“

„Nein, bin ich nicht.“, sagte das Rentier, wieherte freundlich und galoppierte in großem Bogen davon.

 

Das 6. Türchen

Eines Nachts begegnete ich dem Mond. Prachtvoll und schwer hing er am Himmel, strahlte über die Stadt, über mich, hinweg mit silberwarmem Glanz. Mein Herz war angefüllt mit seinem Licht.

„Hallo Mond!“, sagte ich. „Ich glaube, ich mag dich.“

Der Mond schwieg, zeigte stumm sein blasses, freundliches Gesicht.

„Weißt du, lieber Mond“, fuhr ich fort, „In Nächten wie diesen fühle ich mich dir nahe. Fühle ich mich, als könnte ich dich berühren. Als teilten wir ein Geheimnis.“

Der Mond schwieg weiterhin. Ich hingegen redete.

„Wenn ich ehrlich bin, lieber Mond, ist es ein bisschen, als ob…“

Der Mond schnaubte.

Verdutzt hielt ich inne.

„Hast du gerade geschnaubt?“, fragte ich.

„Ja, habe ich!“, rief der Mond. „Und ich werde es nochmal tun, wenn du weiterredest!“

„Ich bin der Mond. Die halbe Erde kann mich sehen. Und überall gibt es irgendwelche Menschen, die glauben, mit mir reden zu können, die glauben, mir nahe zu sein, die glauben, ich könnte ausgerechnet ihre Sehnsüchte und Träume verstehen. Hunderte, tausende Menschen.“

Ich glaube, wenn der Mond Arme besessen hätte, hätte er wild mit ihnen herumgefuchtelt. Er war wirklich sehr aufgebracht..

„Und die Tiere erst! Hunde, Wölfe, aber auch Meerschweinchen und Kolibris, Maulwürfe und Seepferdchen! Alle reden mit mir!“

„Und Pflanzen sowieso. Seealgen, Sonnenblumen, Magnolien, Moos. Alle reden mit mir!“

Ich war ein wenig eingeschüchtert, versuchte, mich kleiner zu machen, in mich hineinzuschrumpfen. Doch der Mond polterte weiter:

„Ich bin so viel größer als ihr alle, so viel schwer, gewaltiger, himmlischer! Wieso glaubst du, dass ich ausgerechnet zu dir spreche, Winzling?“

Ich räusperte mich. „Hast du nicht eben gerade auf meine Frage reagiert?“

„Nein, habe ich nicht nicht!“, rief der Mond und schmollte.

Das 5. Türchen

Ich lief gerade nach Hause, tief in Gedanken versunken, die Hände tief in den Manteltaschen vergraben, den Kopf von Schal und Mütze umkränzt, als ich einer Schneeflocke begegnete.

Sie lag auf dem Boden und wirkte außerordentlich sympathisch.

„Hallo.“ sagte ich.

„Hallo.“, sagte die Schneeflocke und fing sogleich an, Konversation zu betreiben. „Heute ist es ein bisschen wärmer, oder?“

Ich schwieg kurz, nickte dann. Meine dicken Winterklamotten waren für das heutige Wetter etwas übertrieben.

„Morgen soll es wieder kälter werden.“, sagte ich. „Hab ich im Radio gehört.“

Die Schneeflocke sah mich an, sah wieder weg, sagte nichts. Dann flüsterte sie etwas.

„Entschuldigung. Wie bitte? Ich habe dich nicht ganz verstanden.“, sagte ich.

Die Schneeflocke flüsterte erneut: „Ich fühle mich komisch.“

Ich sah sie an.

„Aber du siehst super aus!“, entgegnete ich und meinte es ernst. Sie sah wirklich super aus.

„Na dann ist ja gut.“, antwortete die Schneeflocke, und das Gespräch war vorbei.

Ich blickte noch einmal auf mein Spiegelbild in der kleinen Pfütze und ging.

Das 3. Türchen

Eines Tages begegnete ich einer Socke. Sie war orange und gelb gekringelt, und obwohl ich schon viele Socken in meinem Leben gesehen hatte, war dies vielleicht die wunderschönste, der ich jemals begegnet war.

Allein trostlos hing sie über einem Treppengeländer. Von einer zweiten Kringelsocke gab es keine Spur.

„Hallo.“, grüßte ich die Socke. „Wo ist denn dein Zwilling?“

„Ich bin Einzelkind.“, sagte die Socke freundlich.

„Einzelkind? Aber ihr kommt doch immer in Paaren!“, entgegnete ich und begab mich auf die Suche nach der zweiten Socke.

„Ich bin allein!“, rief die Socke mir zu, während ich hinter Mülltonnen und in Büschen herumstöberte, hoffend, ihre Schwester ausfindig machen zu können. Ich lief ein paar Schritte in jede Richtung, blickte in einen Briefkasten und in einen Gullydeckel, kniff die Augen zusammen und suchte die gesamte Straße ab. Doch ich fand nichts.

„Ich bin allein.“, rief die Socke erneut, doch ich war bereits dabei, unter jedes einzelne parkende Auto zu schauen, ob der Wind die Schwestersocke nicht vielleicht hierhin geweht hatte. Doch ich fand nichts.

Erschöpft und niedergeschlagen kehrte ich zur Socke zurück. „Ich habe deine Schwester nicht finden können“, sagte ich traurig. „Es gibt hier weit und breit keine weitere Socke.“

„Ich bin keine Socke!“, rief die Kringelsocke.

„Hä?“, antwortete ich verwirrt.

„Ich bin ein Rüsselwärmer!“, erklärte die Kringelsocke, die keine Kringelsocke war. „Und Rüsselwärmer haben keine Geschwister.“

„Rüsselwärmer?“, wiederholte ich. „Was soll denn ein Rüsselwärmer sein?“

„Ach, hier bist du!“, sagte da eine tiefe Stimme direkt hinter mir. „Ich habe dich bereits überall gesucht!“

Ich drehte mich um, und vor mir stand ein prachtvoller Elefant. Er zwinkerte mir zu, hob den Rüssel und befreite seinen Rüsselwärmer vom Geländer.

„Schönen Abend noch.“, trötete er und stapfte davon.

Verwirrt blieb ich zurück, sah ihm nach, wie er um die nächste Straßenecke verschwand.

Es begann zu schneien.

„Er wird den Rüsselwärmer brauchen können“, dachte ich und ging nach Hause.