der morgendliche wurm im ohr 5

eigentlich fällt es mir selbst schwer, daran zu glauben, doch tatsächlich ist es so etwas änliches wie fleiß, das mich davon abhält, tiefschürfende gedanken zu formulieren und niederzuschreiben; das mich davon abhält, das weltweite netz mit meiner nahezu unaufhörlichen anwesenheit zu beehren und zu erfreuen; das mich davon abhält, kilometerlange texte zu formulieren, deren sinn und inhalt fragwürdig ist; das mich davon abhält, den geneigten leser mit stetig neuen ergüssen meinerseits zu belästigen.
immerhin bin ich fähig, wenige sätze zu formulieren, beinhaltend das morgendliche gewürm in meinem gehör. nachdem der gestrige tagesanfang mich mit derlei getier verschonte, bin ich stolz, den heutigen wurm vorstellen zu dürfen:

my dying bride – „a cruel taste of winter“

erwähnenswert, aber vermutlich bedeutungslos, ist wohl der umstand, daß ich dieses wahrlich wundershöne lied erst gestern nachmittag in meine gehörgänge füllte. fraglich bleibt natürlich, warum der knuslige wurm sich ausgerechnet jenen unter den vielen gestern vernommennen klängen auswählte…

ätherisch

dein duft befüllt den raum
malt sanfte formen in die luft.

ich rieche
was dein lächeln war
verspüre deine nähe.

ich koste
was dein atem war
vernehme deine worte.

dein licht befüllt den raum
erinnert mich an leben.

www.bluthand.de

ich rannte

noch nie war es gelungen, trotz unzähliger versuche.

trotzdem. vielleicht würde es ja diesmal klappen. ich schloß die augen und begann zu rennen. ich flog über den grauen asphalt, sauste an den lebenden vorbei, rauschte durch die fänge der zeit. die schatten folgten mir, waren nahe. ich konnte sie nicht abschütteln. ich rannte.

das lächeln meiner zuversicht schwand, wich von mir, das licht in mir bgeann zu welken. die schatten wuchsen. bizarre formen des absurden. hinter mir. in mir. ich rannte. in wollte nicht innehalten, nicht einen moment verweilen, nicht zurückblicken, nicht nach vorne. ich wollte rennen, rennen, rennen, wollte fliehen und immer wieder fliehen. noch nie war es mir gelungen. noch nie. ich rannte.

welten zogen forbei, zeigten sich als wilde, absonderliche muster, kräuselten sich vor meinen füßen und verlachten mich. ihr gelächter klang wie mein geflüstereter schrei. die richtungen verzweigten sich zu kranken fratzen. sackgassen bemächtigten sich meiner wege. ich wußte, daß alles vergebens sein würde. doch ich rannte.

wenn ich nur wollte, konnte ich entkommmen. wenn ich nur wollte, konnte ich einfach entfliehen, konnte ich alles abschalten, alles vergessen. ich brauchte nur zu rennen, keinen atem zu holen, keine pause einzulegen, stetig zu rennen, immerfort. das ziel hatte keine bedeutung, weilte es doch in ferner zukunft. die zukunft lag brach, doch mochte ich sie nicht rühren, erfand ständig neue wege, die an ihr vorbeiführten, rannte bei tag und nacht, rannte ohne ruhe.

ich ließ das vergangene hinter mir. doch die schatten wichen nicht. in manchen stunden fürchtete ich, sie könnten mich verschlingen, fürchtete, vom dunkel eingeholt zu werden. dann rannte ich schneller, noch schneller, preßte die augenlider fester zusammen und suchte die letzten kräfte in mir. manchmal konnte ich nicht länger, wollte nicht mehr, sehnte mich nach rast, nach schweigen, sehnte mich nach stillstand. doch wenn ich die schatten hinter mir keuchen hörte, wenn ich sah, daß die zukunft grinsend meiner harrte, begann ich erneut zu rennen. ich konnte nicht fliehen, das wußte ich. doch ich wagte es, würde es wieder und wieder wagen. ich rannte.

aber wie sollte ich jemals mir selbst entkommen, wie sollte ich meinen pfaden entrinnen, wie der zukufnt entweichen? ich konnte rennen und rennen und würde doch wieder in meinen armen landen, keuchend, erschöpft, doch ruhelos und voller furcht. ich konnte rennen und rennen und würde doch nur kreise laufen, würde mich am anfang wiederfinden, das wissen verspürend, nicht entkommen zu können, zu jedem punkt der zeit ich selbst zu sein. ich konnte die augen so fest schließen, wie irgend möglich, doch immer wären es die schatten, immer wären es die wirklichkeiten, die sie wieder aufrissen, die mir ihre schrecknisse einträufelten und mich sehen ließen, die meinen planlosen lauf stoppten und mir den letzten atem raubten.

doch diesmal nicht. ich rannte, würde weiter rennen, weiter und weiter, die augen bis ins herz geschlossen, keinen atemzug preisgebend, keinen gedanken verschenkend. ich rannte, würde alles zurücklassen, würde entkommen, würde entfliehen, würde rennen, bis ich fand, wonach ich nie suchte, würde rennen, bis das leben meinen namen kannte.

ich rannte.

atemlos

ich halte meinen atem an, als könnte ich mein leben halten, als könnte ich in ihm jeden gelebten moment bergen, jeden augenblick wiederfinden und zu genuß wandeln, jeden gedanken sammeln und zur blüte treiben. ich halte meinen atem an, als könnte ich den windhauch des daseins von mir nehmen, als könnte ich die zeit regieren, ihr befehlen, woanders zu verweilen, nur kurz, nur solange, bis ich mich gefunden habe. ich halte meinen atem an und suche, suche mein leben, suche dich in mir.

der sinn des lebens

ich maße mir nicht an, über sinn und unsinn des lebens diskutieren zu wollen, will auch keine these verbreiten, welchen sinn das dasein auf erden für uns menschen bereithält, keine mutmaßungen äußern über die mögliche individualität jenes lebenssinns; mein einziges verlangen in diesen zeilen wird sein, den sinn des lebens bzw. die suche nach ihm zu hinterfragen. was also ist der sinn des sinns des lebens?

was ich mich frage, ist beipielsweise, ob sich die suche nach dem sinn des lebens (SDL) überhaupt lohnt. die frage klingt albern, höre ich doch schon ein empörtes „natürlich!“ aus imaginären publikum. doch derart selbstverständlich scheint mir das nicht zu sein, frage ich mich doch, ob der SDL an einem vorübergegangen ist, wenn man ihn nicht herausfand. ist also nur derjenige, der weiß, worin der SDL besteht, auch imstande, sein leben mit sinn zu befüllen? oder vermag auch der unwissende, derjenige, der nicht um den SDL weiß, ein erfülltes und sinnvolles leben zu führen? wenn dem so ist, wenn eigentlich jeder imstande ist, unwissend durch seine existenz zu wandeln und den sinn trotzdem zu erreichen, dann lohnt sich die suche womöglich nicht, insbesondere wenn sich diese als aufwendig und langwierig herausstellen sollte. immerhin hat man die möglichkeit bei versagen, wenn man also den SDL nicht herausfinden konnte, trotzdem diesen – zufälligerweise oder durch hingabe an sein innerstes ich oder wasauchimmer – zu erreichen. diese möglichkeit ist bei der alternative nicht gegeben: ist die erfüllung des lebens mit sinn nur den wissenden, den sinnkennenden, vorbehalten, so lohnt sich die suche noch weniger, da es nun zwingend notwendig wird, diese mit erfolg zu krönen, wenn man nicht vergebens gelebt haben möchte. es besteht also die pflicht des suchenden, eine doppelte odyssee durchzuführen: zum einen zum finden des SDL, zum anderen zu dessen erfüllung.

daher zeigt sich, daß egal wie es sich verhält, der sinnsuchende immer im nachteil ist gegenüber dem, der nur dahinlebt, ohne sich um den SDL zu scheren. ob nun irgendwann, nach erfüllung des lebens mit sinn, der sinnsuchende sich einen vorteil gegenüber dem scheinbar tumben verschafft haben wird, ist auch nicht gewiß und hängt vermutlich davon ab, wie der sinn beschaffen ist. das jedoch bringt mich zu einer weiteren fragestellung:
was passiert, wenn der sinn gefunden ist?

der SDL kann nur auf drei mögliche arten beschaffen sein. zum einen derart, daß er erfüllt werden kann, jetzt im augenblick oder zu späterem zeitpunkt. er ist erfüllbar, was bedeutet, daß es womöglich im leben einen punkt geben wird, an dem man feststellt, daß dieses von sinn erfüllt ist. doch was geschieht danach? welchen sinn hat das dasein nun noch, da scheinbar alles erreicht wurde? verbleibt anschließend noch sinn in der eigenen existenz? treibt man dann seelenlos durch die zeit, womöglich beglückt und von allem irdischen befreit, womöglich aber schwersten herzens, jeden verstreichenden augenblick als unsinnige qual empfindend?

die zweite variante besteht darin, daß er, der SDL, unerfüllbar ist. das ist wohl die ernüchternste, kann man doch dann gleich aufhören, weiterleben zu wollen. schließlich verfügt man nun über das wissen, daß alles eigene streben letztendlich sinnlos gewesen sein wird, daß die erfüllung unerreichbar bleiben wird. vbermutlich wünscht man sich dann, daß man nie erfahren hätte, nie hätte wissen wollen, was der verfluchte SDL denn nun ist.

die dritte und letzte variante halte ich für die wahrscheinlichste: der sinn erfüllt sich im leben. ich meine nicht, daß der SDL gleichzusetzen ist mit dem leben an sich, daß also jeder, der lebt automatisch dem leben einen sinn verleiht. nein, ich meine, daß der sinn eine sache ist, die sich in schritten erfüllt, im laufe des daseins langsam erfüllung findet. vielleicht ist dann der SDL veränderlich, paßt sich dem eigenen dasein an, gibt sich stückchenweise preis, läßt sich stückchenweise erfüllen und setzt immer neue ziele, neue fluchtpunkte.

eine vierte und fünfte variante fallen mir noch ein. viertens: der sinn des lebens erfüllt sich im tod. diese möglichkeit gefällt natürlich nicht besonders, da es dadurch möglich ist, zeitlebens herumzudümpeln und letztendlich doch den sinn zu erfahren, bzw. weil auch so alles streben nichts nützt, da erst der tod die erlösung, denn sinn, bringt.

fünftens und letztens: es gibt keinen sinn, keinen SDL. eine traurige variante, die natürlich alles streben vergebens macht und das leben an sich als „sinnlos“ deklariert.

möge der geneigte leser sich nun seine favorisierte variante auswählen…

flieh!

flieh! flieh erneut! flieh weiter!

schließ deine augen, schließ deine augen tief und tiefer. halt deinen atem an, preß die luft in deine lungen. halt dich zurück, halt alles zurück. verstopfe deine sinne, dein denken, dein leben. stopf dich zu und flieh.

zerr flackerbilder vor die augen, reiß dich hinfort, hinab. keine bedeutung zählt, kein wille, kein bemühen. alles wird nichts, wenn du es nur glaubst. schließ dich aus, schließ alles aus.

verknote deine zitterfinger. versteck sie in unergründlichen taschen. find im nichts die letzte murmel, spiel mit ihr, bis daß du fällst. stürme stetig gegen mauern, reiß sie ab und bau sie neu. flieh dich selbst und finde nicht.

flieh, o narr, zieh deiner wege! flieh noch immer, was du bist! flieh vor leere, flieh vor zwängen! wirf die ketten ab und flieh!

der morgendliche wurm im ohr 4

der regen klopft fröhlich an meine scheibe. ich antworte ihm nicht, starre hinaus in das trübe grau des himmels. außerhalb meines bettes ist es kalt, ich weiß es. unerledigte dinge harren meiner, ungeduldig drängend. der tag hat längst begonnen, doch meine augen erzählen mir von der schönheit des schlafs, von flucht. vom korridor vernehme ich geräusche. irgendjemand ist längst wach. warum schaffe ich es nicht, zeitig aufzustehen? warum bleibe ich liegen, bis die frage nach dem grund dafür sich schmerzhaft durch meinen schädel gebohrt hat und zum verlassen der kuschligen decken zwingt? warum weiß ich schon jetzt, daß der tag ein reinfall werden wird?
der regen klopft fröhlich an meine scheibe. ich schenke ihm ein lächeln, klopfe zurück, flüstere „guten mogen.“. ich erhebe mich. der tag wartet auf mich, und ich wünsche mir, ihn trotz allem mit sinn befüllen zu können.

heutiger morgenohrwurm:
die schröders – „frau schmidt“
zusammenhangslos. albern. komisch. ich verstehe nicht, warum das lied in meinem ohr lauert. aber es ist lustig und wippe den kopf zum takt, singe stimmlos mit.

worte zerschellen in der ferne

dein lächeln ist echt. ich weiß es. ich wußte es immer. doch es erreicht mich nicht. es gilt nicht mir. es gilt deinen gedanken. gedanken, die du nicht mit mir teilst. niemals teilen wirst.

in der unerklärlichen traurigkeit der stille forme ich worte. treibe das nichts hinfort, das zwischen uns liegt. befülle das schweigen. du hörst mich nicht.
deine augen bemerken die bewegungen meiner lippen. deine ohren vernehmen laute. und manchmal dringt ein wort in deinen geist. veranlaßt dich zu einem blick. zu einer geste. zu einer regung. manchmal gar zu einem satz. doch du hörst mich nicht.

vieles von dem, was aus meinem mund quillt, ist unsinn. leere, die leere vertreibt. albernheiten. du lächelst nicht. fast nicht. nicht wegen mir. ich weiß es. ich weiß, daß ich nichts sage, wenn ich rede. ich weiß, daß ich dich nicht erreiche. doch versuche es trotzdem. will die stille vertreiben. will die beklemmende stille vertreiben.

manchmal schweige ich. du schweigst auch. bemerkst nicht, daß ich verstummte. bemerkst nicht, das der schwall der wörter versiegte. bemerkst nicht, warum ich schweige. du siehst mich nicht an.

dein lächeln ist echt. doch wenn ich dich frage, schweigst du. ich darf dich nicht sehen. darf nicht in dein inneres sehen. das lächeln ist nur für dich. für dich allein.

vieles von dem, was aus meinem mund quillt, geht tiefer. treibt fragen wie pfeile in die luft. setzt unsichtbare tränen frei. vieles, das mich bewegte. vieles, das mich zum nachdenken brachte. oder zum lachen. du hörst mich nicht.

wenn du redest, spüre ich die dornen in deinen worten. spüre ich die kälte. wenn du redest, bist du unendlich fern. wenn du redest, glaube ich, dich nicht länger zu kennen. dann schweigst du wieder. und lächelst.

ich sehe dich an und frage mich, warum. frage mich, warum ich dich ansehe. frage mich, warum du lächelst. frage mich, warum du schweigst. frage mich, warum meine worte dich nicht erreichen werden.

ich sehe dich an und verstumme. will für immer verstummen. mich abwenden. in tränen zerfließen. doch kann nicht.

dein lächeln ist echt. es verbirgt dich. irgendwo. worte zerschellen in der ferne.

ich bin wohl kein mensch mehr.

im schnee

wie sanftes flüstern rieselt schee aus den weiten des himmels auf mich herab. jede einzelne flocke schenkt mir einen lieblichen kuß, setzt sich zärtlich in mein haar, auf meine kleidung, bildet eine weitere ergänzung eines wirren, wunderschönen musters. mit meiner zunge versuche ich, die weißen flecken aus der luft zu fangen, genieße das prickeln schmelzender schneekristalle. irgendwo aus meinen augen lugt einen seliges lächeln hervor.

die wiese ist weiß. ein anderes wort ist nicht vonnöten, denn alles, was meine blicke erfassen, ist diese farbe. weiß. keine spur führt durch die schneedecke, kein abdruck stört die ihre reinheit. jungfräulich, wie neugeboren, liegt ein kleines stück welt vor meinen füßen und verzaubert mich mit seiner pracht. ich wage nicht, die wiese zu betreten, wage nicht, sie mit mir zu vernunreinigen.

langsam und besonnen wandere ich an ihr entlang, genieße die ruhe in meinem kopf, das leise säuseln des winterwindes, die stille vor meine augen. wie leicht es ist zu vergessen, einen weißen mantel auszubreiten und die welt zu verhüllen, das dasein mit einem dünnen hauch aus schweigen zu bedecken.

irgendwann lasse ich mich fallen, einfach so, in das weiche weiß hinein. schnee umschließt mich, wirbelt hoch, legt sich auf mich nieder. ich spüre die kälte an meinem hals, doch fühle mich wohl, geborgen. aus dem grauen himmel fallen die flocken auf mich hinab, hunderte, tausende. ich folge ihnen in gedanken, betrachte beglückt ihren träumerischen tanz, lausche dem sanften flüstern ders schnees.

als ich irgendwann weitergehe, lächle ich.

erinnerungen

zurückblickend erhasche ich die vergangenheit, einen fetzen davon, halte ihn fest, um ihn zu betrachten, um ein lächeln zu suchen, das ich einst wagte, um eine träne zu finden, die ich einst vergoß.

menschen über menschen, bedeutungslose leergesichter in der masse des buntgrauen breis. ich versuche, ihre formen zu greifen, ihre silhouetten zu erahnen. schattengleich schweben sie vorbei, schwammig und existenzlos. ich sehe ihnen traurig hinterher, frage mich, welche rolle sie spielten, welche rolle sie noch spielen würden, ob ich imstande sein würde, ihre gesichter zu erkennen, wenn ich nur wollte. ich sehe ihnen hinterher und versuche, ihre namen zurückzubehalten, klangslose wortstücke aus meinem kopf zu klauben und mit inhalt zu befüllen. es gelingt nicht.
und so viel schönheit, so viel licht, so viele möglichkeiten, die ich nicht zu nutzen wußte, dich ich nicht zu nutzen weiß. wie soll man wissen, was richtig sein wird, wie soll man lernen, was der bessere pfad, wenn jegliche möglichkeit verwehrt bleibt, zurückzukehren und anders zu entscheiden, andere pfade zu wählen?
‚das jetzt ist voller wege.‘ eine stimme flüstert lächelnde zeilen in mein ohr. gesichter berühren meine sinne, entgleiten meinem herzen. die stimme kichert, küßt mich. ich wehre mich nicht. bilderwelten überfluten meinen atem, kein dunkel hält mich noch fest, als ich den boden unter mir zurücklasse. mein lächeln birgt freiheit, meine liebe führt mich traumtanzend durch das labyrinth. der ausweg bliebt verborgen unter trümmern, doch gleite ich empor, davon.
kein gedanke vermag mich noch zu trüben, mein antlitz glitzert lichterloh. wohin soll meine reise gehen? wohin treiben mich alle pfade? wohin führt mich meine sehnsucht? wohin mein feuer?
‚ins jetzt, ins jetzt, ins leben.‘ die stimme kichert ein weiteres mal. silbersanft beühren ihre laute meine sinne. ich wünschte, ich könnte sie für einen moment berühren, halten, in mir bergen. ich wünschte…

ich erwache auf einer waldwiese. am blauen himmel ziehen wattewolken ihre kreise. ich kann die stimme kichern hören. in mir. irgendwo in mir.