Reflektion

In der Bahn.
Irgendwo in der Dunkelheit hinter der Fensterscheibe fliegt die Welt vorbei.
Ich sehe in das reflektierende Glas, erblicke, betrachte mich.
Ringe umkränzen meine Augen, Stoppeln be-schatten meine Haut.
Und dann entdecke ich das Antlitz meines Vaters, entdecke ihn, hier, inmitten meines Spiegelbilds.
Zum ersten Mal erfasse ich, wie sehr wir uns gleichen.
Innerlich. Äußerlich.
Ich lächle, verwirrt, weine.
Meine Tränen auf seinem Gesicht.

Ungebärdiges Ungeheuer

Stundenlang saß er auf einem Steinklotz und sah zu, wie Kern aus den Steinquadern üppige Frauengestalten oder Ornamente für öffentliche Gebäude hervorholte und wie ein Fakir barfuß durch die scharfen Splitter ging. Und ab und zu geschah etwas Beunruhigendes mit ihm, er hielt plötzlich inne, kniff die Augen halb zu, hob die Hände in die Luft und schüttelte sich, als müßte er sich unter größten Anstrengungen gegen etwas wehren. Für kurze Zeit verwandelte sich der sanftmütige Kauz plötzlich in ein ungebärdiges Ungeheuer, um im nächsten Augenblick wieder völlig entspannt dreinzuschauen, als sei nichts geschehen. Quinten sah, daß er dann nicht mehr wußte, wie merkwürdig er sich gerade eben noch verhalten hatte.
Harry Mulisch „Die Entdeckung des Himmels“

FFFfF: Zuversicht

Ich setze die bereits begonnene Serie fort: Gute Laune, Optimismus, Zuversicht…
Meine Freundin liebt ja die Comics, in denen die vier Panels nochmals unterteilt sind, und ich muß gestehen: Ich auch. Deswegen gibt es heute mal wieder einen Comic dieser Sorte wenngleich diese etwas aufwendiger zu zeichnen sind. Dafür ist er irgendwie toll. Finde ich.

Und so.


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