Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Herr Morast,

Ihre Bewerbungsunterlagen haben wir in der Zwischenzeit eingehend geprüft.

Leider können wir Ihnen keinen Praktikantenplatz in dem von Ihnen gewünschten Zeitraum anbieten. Aus diesem Grund senden wir Ihnen Ihre Bewerbungsunterlagen mit diesem Schreiben zurück.

Mit freundlichen Grüßen,
T-Mobile Deutschland GmbH

Diese freundlichen Worte waren Bestandteile eines Briefs, den ich soeben erhielt.
Dabei sind mehrere Dinge bemerkenswert:

1. Die nette T-Mobile-Dame schien nicht fähig zu erwähnen, auf welche meiner Bewerbungen sie sich bezog, so daß ich erst anhand eines Vorwahlvergleichs herausfand, um welche Stelle es sich handelt.

2. „in dem von Ihnen gewünschten Zeitraum“
Bei meiner Bewerbung reagierte ich auf eine Anzeige, in der einzig und allein mit „Einsatztermin: ab sofort“ ein zeitlicher Bezug gegeben war. Von einem Zeitraum war nichts gesagt worden, und auch ich hatte mich – abgesehen von der Mindestlänge des abzuleistenden Praktikums – nicht spezifisch zu einem Zeitraum geäußert. Der von mir „gewünschte Zeitraum“ existiert also gar nicht.

3. „senden wir Ihnen Ihre Bewerbungsunterlagen mit diesem Schreiben zurück“
Der Brief bestand aus einem einzigen Blatt Papier. Von zurückgesendeten Bewerbungsunterlagen keine Spur. Das war allerdings auch nicht weiter verwunderlich, bedenkt man, daß die Bewerbung über das Telekom-Online-Bewerbungsportal erfolgte.

4. „Ihre Bewerbungsunterlagen haben wir in der Zwischenzeit eingehend geprüft.“

[Im Hintergrund: Scream Silence – „2nd“]

Lethargie

Es ist erstaunlich, daß es exakt dreieinhalb sinnlos vertrödelter Stunden bedurfte, um mich davon zu überzeugen, daß etwas anderes als Herumsitzen und Hunger haben wesentlich mehr Sinn in sich bergen würde. Noch erstaunlicher ist eigentlich, daß sich die vergangene Zeit in meinem Kopf anfühlt, als hätte ich soeben mehrere Tage achtlos in jene finstere Ecke geworfen, in die normalerweise der inexistente WG-Hund zu pinkeln pflegt.

Ich weiß, was zu tun wäre, doch bin nicht bereit dazu. Ich weiß, was mich erheitern könnte, daß die Freude nur wenige Schritte entfernt wartet, doch bin nicht willens, mich zu bewegen. Und wenn ich darüber nachdenke, so erscheint mir mein Verhalten als ebenso sinnbefreit und nutzlos wie mein herumsitzendes Auf-Nichts-Warten, das ich mit internetziger Amüsanz zu beträufeln versuche.
Doch die Erkenntnis nützt nichts, treibt mich nicht aus meinem Sessel hoch in die Welt, und nur mein zunehmender Hunger läßt die Wirklichkeit sich in mir bemerkbar machen.

Was tue ich hier, frage ich mich und begreife, daß ich seit Stunden dem gleichen Album lausche, ohne es bisher vernommen zu haben. Nun jedoch höre ich es, freue mich über das ergeifende Lied, das gleich noch einmal meine Gehörgänge beträufeln darf und suche in dem kramüberfluteten Zimmer nach kälteabwehrenden Kleidungsstücken.

Ich will raus, denke ich und wundere mich, daß ich für diese Erkenntnis mehrere, auf dreieinhalb Stunden komprimierte, Tage gebraucht habe.

[Im Hintergrund: Scream Silence – „Transient“]

Holz

Bei smarf entdeckte ich ein knorriges Stück Holz, das dort für mich zurückgelassen worden war. Für einen Augenblick glaubte ich es, aus vergangenen Zeiten wiederzuerkennen, doch freute mich dann, mich zu irren und hob es auf – konnte ich mich doch der Zahlenspielereien mit 23 und 5 nicht verwehren.

doch nun treibe ich durch die gezeiten und habe zuweilen das gefühl, nichts und niemand könnte mich noch berühren, mich noch erkennen, glaube, mich selbst zu verlieren, planlos und ohne richtung.
Morast, Artikel 23, Satz 5

Gerne jedoch bin ich bereit, das hölzerne Ding weiterreichen…
… an den gefühlskonservierenden Deef
… an den schmafu-ige livian
… an die Leben lernende Paulaline
… an die Berliner Nadine
… und an den gedankenweltigen Viator,
in der Hoffnung, daß es gefunden werden wird.
[Futur I Passiv fetzt.]

Worum geht es eigentlich?
Darum:
• Begib dich ins Archiv deines Weblogs.
• Finde den 23sten von dir geschriebenen Artikel.
• Finde den 5ten Satz, veröffentliche ihn und reiche das Stöckchen weiter an 5 Leute.

FFFfF: Triumphzug

Wie angekündigt setze ich mit dem heutigen, 47. „Fledermaus Fürst Frederick fon Flatter“-Comicstrip die Maßnahmenliste der letzten beiden Tage fort, ohne zu wissen, ob es in den nächsten Tagen damit weitergehen wird oder nicht.

Auch bin ich mir unschlüssig darüber, ob ich auch in den nächsten Tagen damit fortfahren werden, den aktuellen Comic erst ein paar Stunden nach MItternacht zu veröffentlichen.

We’ll see.


[Bild klicken für eine geringfügige Vergrößerung.]