Nicht homophob

Der Straßenbahn entfliehend, in dem stimmenstarke Kinder geräuschintensiv den Namen Benjamin wiederholen [Ich dachte die ganze Zeit an Herrn Blümchen und sein Törööö.] und versuchen, die Lieblingsbonbonsorte kundzugeben, stellte ich fest, daß die Jugendlichen in der nächsten Straßenbahn, die hämisch lachend gemeinsam Verlebtes auswerteten, dabei mehr Sitzplätze als nötig blockierten und eine Aura der Bösartigkeit in die Runde warfen, noch unerträglicher waren als die Kinder, und überlege, ob ich in Begriff bin, zum Misanthrop zu mutieren.
[Erstaunlich, daß das latein-griechische Wort „homophob“ nicht die Abneigung/Angst {phobos} Menschen {homo} gegenüber bezeichnet, sondern die Ablehnung von Homosexualität.].

6 Gedanken zu „Nicht homophob“

  1. Wenn man bedenkt, dass die Silbe „homo“ im Griechischen in etwa „gleich“ bedeutet. Du referierst auf Latein; da heisst „homo“ Mensch.

    Misanthropie ist okay.

  2. REPLY:
    Mhh.. Irgendwie war mir das klar. Aber trotzdem kam ich nicht drauf.
    Sachen gibt’s…

    P.S.: Misanthropie ist okay? Naja, ich weiß nicht… Nicht alle Menschen sind ungut, oder?
    [Haßt man bei Misanthropie eigentlich auch sich selber?]

  3. das wort „homophob“ bezeichnet die abneigung gegen gleichartiges. eine abneigung gegen verschiedenartiges wäre „heterophobie“, eine gegen menschen dagegen „anthropophobie“. „misanthrop“ geht auch. übrigens, die abneigung gegen kinder wäre „misopädie“ oder „pädophobie“ (das gegenteil davon ist bekannt), gegen jugendliche männlichen geschlechts „neaniophobie“ oder so ähnlich.

  4. REPLY:

    [Haßt man bei Misanthropie eigentlich auch sich selber?]

    alles andere wäre inkonsequent, oder?

    achja, erwähnte ich bereits, daß ich nachtschicht habe?

  5. REPLY:
    lustig wird es wenn man bedenkt, dass homo nicht nur mensch, sondern „mann“ heisst. ;]

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