Morgendlicher Ohrwurm 37: Fliegende Pferde

Ein Tagesbeginn, der höchste künstlerische Qualitäten offenbart. Ein Ohrwurm in meinem Schädel, der mich zu Verzweiflung treibt.

Ich bin mir der Karnevalszeit bewußt, auch der Existenz alberner Lieder, von denen die Mehrzahl so klingt, als hätte sie ein betrunkener Wolfgang Niedecken verfaßt. Doch mit fehlendem Fernseher und unegnutztem Radio fällt es mir leicht, dem Klamauküberschuß zu entkommen. Außer natürlich, den Spar-Filiale-Hintergrundmusik-Designern fällt an, ihre ohnehin zumeist unangenehme Beschallung auf die Karnevalszeit einzustimmen und Kunden und Kassiererinnen gleichermaßen mit gräßlichen Unklängen zu vertreiben.

Dennoch wurde ich bisher von dem verschont, was nach dem Aufwachen heute meine Gehörgänge bewohnte und nicht von mir weichen wollte: Ein Ohrwurm der anhänglichsten Sorte:

Achim Reichel – „Fliegende Pferde“.

Wie er in meinen Kopf kam, weiß ich nicht, doch ich bin bemüht, ihn von dort zu entfernen. Sofort. Mit allen mir zur Verfgung stehenden Mitteln.

[Im Hintergrund: Samsas Traum – „Oh Luna Mein“]

6 Gedanken zu „Morgendlicher Ohrwurm 37: Fliegende Pferde“

  1. Fliegende Pferde, landen am Strand.
    Sie kamen übers weite Meer,
    keiner weiß, woher.

    Sitzt´s jetzt richtig fest? 😉
    Und, wichtiger: Ist Fred heut verkatert oder warum lässt der sich einfach nicht blicken?

  2. REPLY:
    O vielen, vielen Dank!
    *grummel
    *laut Musik aufdreh

    Der heutige Fred wird sich schon noch blicken lassen, keine Sorge. Bin nur bisher nicht dazu gekommen, mir darüber Gedanken zu machen.

    [Im Hintergrund: Grabnebelfürsten – „Von Schemen Und Trugbildern“ — sehr, sehr laut!]

  3. REPLY:
    [Im Hintergrund: Grabnebelfürsten – „Von Schemen Und Trugbildern“ — sehr, sehr laut!]

    Hoffentlich hat´s geholfen. Ich beschalle mich auch grad sehr, sehr laut. Nur, um den Stimmen in meinem Kopf zu entgehen.

  4. REPLY:
    Es half.
    Stimmen im Kopf nerven; allerdings vermag ich sie für gewöhnlich nicht mit Lauten zu vertreiben [Es sei denn, ich singe mit; dann verschwinden sie freiwillig…].

  5. Achim Reichel ist so cool. Von dem hab ich sogar ein Autogramm auf meinem St. Pauli Shirt 😛

    *steaks+bier+zigaretten träller*

  6. REPLY:
    Keineswegs behauptete ich:
    Gäbe es eine Morastsche Hitliste uncoolster Lebender, so belegte Achim Reichel die vordersten drei Ränge. Tatsächlich vermag ich wenig, über Achim Reichel zu sagen, außer daß er eine Menge Zeugs produzierte, daß ich nicht kenne, das aber auch nicht imstande ist, mein Interesse zu wecken. Die Existenz von Achim Reichel reduziert sich für nicht auf Uncoolness, sondern auf „Aloah Heya He“ und „Fliegende Pferde“, wovon mindestens letzerer Ohrwurmcharakter nerviger Art besitzt.

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