Hypothese

Ich nehme mir mal die Frechheit heraus, eine Hypothese zu fomulieren:
Weblogeinträge, die schon mit Kommentaren versehen sind, werden häufiger kommentiert.

Das scheint im ersten Moment wenig sinnvoll zu sein, insbesondere da ich es nicht unbedingt statistisch untermauern kann. Doch ich glaube recht zu haben, glaube, diesbezügliches Verhalten in meinem eigenen Weblog beobachten zu können.

Begründen ließe sich derlei Verhalten recht einfach:
Wo ein Text steht, der kommentiert wurde, stehen im Grunde mehrere Texte, auf die man Bezug nehmen kann, weswegen die Kommentargebwahrscheinlichkeit eindeutig erhöht wurde. Möglicherweise sorgen aber auch häufig kommentierte Einträge für Neugierde, lenken eher die Blicke der Lesenden auf sich. Immer nach dem Motto: „Was andere gutgefunden haben, kann doch eigentlich nicht schlecht sein.“

Hinzu kommt, daß der Weblog-Autor ja die Möglichkeit hat, sowohl auf seinen eigenen Text als auch auf die Kommentare Bezug zu nehmen, weswegen so etwas wie ein Dialog entsehen kann, der die Kommentarzahlen deutlich erhöht.

Trotzdem würde ich gerne wissen, ob obige Hypothese sich nur in meiner Phantasie bewahrheitet, oder ob ich gar ein allgemein gültiges Gesetz erfand bzw. wiedererfand.

Wenn die Gültigkeit der Hypothese unumstritten wäre, könnte man als publikums- und vor allem kommentarheischender Schreiber sich dazu herablassen, unter falschen Pseudonymen [gibt es eigentlich „richtige“ Pseudonyme] den Text mit lobenden oder kritischen Worten zu bestücken. Das ergäbe sicherlich nicht mehr Sinn als ein Selbstgespräch, doch würde womöglich diejenigen anlocken, die nur das kommentieren, was schon mehrfach kommentiert wurde…

Das Wort des Tages 13

Das Wort des heutigen Tages sei
sinnlos.
Innerhalb der vier Stunden, die ich heute sinnloserweise in der Bibliothek rumsaß, um mich mit meiner Mitbewohnerin zu unterhalten, fiel das Wort dermaßen oft, daß es einfach zum „Wort des Tages“ gekürt werden muß.
Es ist erstaunlich, wieviele Dinge in unserem Dasein das Attribut „sinnlos“ verdienen..

Das Wort des Tages 12

Das Wort des gestrigen bzw. eigentlich des vorgestrigen Tages dürfte
Nachgeburtstag
gewesen sein.
Eigentlich sollte es den Tag benennen, an dem ein Geburtstag nachträglich zelebriert wird.
Doch wenn der „Geburtstag“ der Tag der eigenen Geburt ist, stellt der „Nachgeburtstag“ logischerweise den Tag der Nachgeburt dar.
Ob man diesen jedoch feiern sollte, wage ich zu bezweifeln.

P.S.: Es ist üblich zu sagen: „Zieh dich warm an.“, wenn draußen eisige Temperaturen herrschen und Winterwinde durch die schneebedeckten Gassen pfeifen. Doch erstaunlicherweise gibt es kein frühlingshaftes oder sommerliches Äquivalent.
Man sagt nicht: „Zieh dich kalt an.“
bzw, in abgeschwächter Variante: „Zieh dich kühl an.“, „Zieh dich frisch an.“
Warum nicht?

zwischen den gesichtern

schlachtet grob ein kaltes lachen
laut und eckig
gellt es grell
kantenlaute
schmetterworte
brecht gewaltvoll stillsten klang

unter schreien
schweigt ein flüstern
lachen löscht ein lächeln aus
unter hartem haha-hammer
klirrt der glasgedanken klang

werft die phrasen gegen wände
speit die klingen durch die luft
brüllt das leeres flatterrauschen
in mein wundgelachtes ohr.

www.bluthand.de