FFFfF: Rockstar

Ich glaube, der heutige Comicstrip könnte tatsächlich der sein, der bisher am meisten Text beinhaltet.
Fetzt.


[Bild klicken für eine geringfügige Vergrößerung.]

P.S.: Ich bitte ausdrücklich um Verzeihung. Als ich begann, den heutigen Comic zu zeichnen, ahnte ich noch nichts davon, daß derzeit mal wieder eine dieser für mich unbedeutenden Castingsshows ausgestrahlt wird, daß also die Idee zu diesem Werk durchaus hätte von einer solchen Sendung inspiriert worden sein könnte. Ist sie aber nicht. Keineswegs. Auf gar keinen Fall.
Trotzdem freue ich mich über den Realitätsbezug und das beinahe Moralisierende innerhalb des Comics.

Oder so.

Im Hintergrund: Chase The Dragon – „Admit“]

Das Fazit eines Abends

– Es ist möglich, zu zweit einen Abend zu verbringen, eine Disko zweifach und eine Kneipe einfach in Benutzung zu ziehen und nur 4,80 an Gesamtkosten aufwenden, insofern der Disko-Eintriit kostenlos ist.

– Kostenlos ist nicht immer gut.

– Korsagen siehen nicht an jeder Frau ästhetisch aus.

– Übre den Pissoirs im Hallenser „Pe1“ hängt ein großer Spiegel, der nicht nur ausgiebeige Betrachtung auf das eigene Gemächte, sondern auch auf das Fremder und somit vergleichende Analysen ermöglicht.

. Im Hallenser „twentysix“ liegen diverse Lesezirkel-Zeitschriften als Anschauungsmaterial und Langeweilebrecher aus. Bemerkenswert dabei ist allerdings, daß es sich um den „Playboy“ handelt.

In der Bibliothek

Die Bibliothekarin fiel mir sogleich auf, als ich die Etage betrat. Ihre laute, weinerliche Stimme richtete sich mit unzähligen Fragen und Sorgen an eine geduldige Kollegin, doch tönte durch die Bücherregale an die Ohren aller Stöbernden, die üblicherweise bibliothekseigene Stille gnadenlos zunichte machend.

Ich mochte sie schon nicht mehr, bevor ich sie sah. Doch als ich sie erblickte, wagte gerade ein junger Mann, sie anzusprechen und freundlich zu fragen, ob sie denn Wechselgeld für die Toilettenbenutzung erübrigen könne. Und während andere Bibliotheksmitarbeiterinnen stets hilfsbereit zu reagieren pflegten, seufzte diese gequält, schlurfte unwillig zu ihrem Schreibtisch und rückte das gewünschte Kleingeld heraus.

Nur wenige Augenblicke erkundigte sich ein kleines Mädchen, vielleicht neun Jahre alt, offensichtlich mit den bibliothekseigenen Üblichkeiten unvertraut, nach dem zweiten Harry-Potter-Band. Sie wurde mit wenigen Worten abgefertigt, in die Fantasy-Abteilung verwiesen, deren Standort dem Mädchen jedoch unbekannt zu sein schien, irrte sie doch planlos suchend durch die Gänge, nur allmählich ihrem Ziel näherrückend.

Meine Füße befanden sich bereits auf den Stufen zur nächsthöheren Etage und durch die Ritzen der Treppe konnte ich das Mädchen beobachten, wie es neugierig, doch mit allmählich zunehmender Verzweiflung die Bücherregale entlangstreifte. Nicht länger konnte ich diesen Anblick ertragen, drehte mich um, lief den Treppenabsatz, den ich bereits überwunden hatte, hinab, hin zu dem Mädchen, das mittlerweile in der Fantasy-Abteilung angekommen war, aber erfolglos Harry Potter unter H zu finden versuchte.

Des richtigen Standorts kundig, tippte ich sie kurz an und zeigte dann wortlos auf die Harry-Potter-Bände, die klobig in den Regalen auf gewillte Entleiher warteten.
Das Mädchen lächelte kurz, sagte vielleicht „Ah.“, vielleicht auch „Danke.“. Ich vernahm es kaum, war schon hinfort geeilt, hatte Dankesworte nicht benötigend die Stufen erklommen, um fernab der unfreundlichen Bibliotheksmitarbeiterin nach mich Interessierendem zu suchen.

[Im Hintergrund: Ensiferum – „Ensiferum“]

Klogedanken

„Werter Benutzer.
Bitte hinterlassen Sie diese Räumlichkeiten so, wie Sie sie selbst vorfinden möchten.“

So oder ähnlich steht es auf der Herrentoilette der Stadtbibliothek Magdeburgs geschrieben. Und während ich beim nachdenklichen Zurücklehnen versehentlich den Spülknopf betätige, frage ich mich, ob es wirklich notwendig ist, daß ich die WC-Räumlichkeiten einer neuen Kachelung unterziehe, ein paar Bilder mitbringe und aufhänge, den Einweghandtücherspender durch Frottee ersetze, das Pissoir rausreiße

[Warum hat man eigentlich ein Pissoir dorteingebaut, wo Platz für ein zweites Klo gewesen wäre. Ich kann mich nicht vorstellen, daß das Bibo-WC derart stark frequentiert ist, daß der minimale Zeitvorteil eines Pissoirs [auch „Urinal“ genannt] gegenüber einem herkömmlichen Klo bemerkbar wird. Oder können manche Männer nicht anders, als im Stehen zu pinkeln und sind daher auf die Verfügbarkeit eines Pissoirs mehr oder weniger angewiesen?]

und durch eine Badewanne oder Dusche ersetze, den 10-Cent-Eintrittsgeld-Automaten entferne und mir allein [und diversen Privilegierten] die Zugangsrechte zu diesem WC zustehe, die Lampen gegen weniger grelle autausche, …, daß ich also die WC-Räumlichkeiten rundum saniere und verbessere, nur, um sie so verlassen zu können, wie ich sie selbst vorfinden möchte…

[Unerfreulich wird es, wenn der nächste WC-Nutzer völlig andere Design-Vorstellungen hat als ich…]

Pazifist oder was?

Anja: „Speak to the Hand“
Bastian: „Wenn jemand das zu mir sagt, würde ich am liebsten reagieren wie Arnold Schwarzenegger in Terminator III.“
A: „Wie denn?“
B: „Er hat die Hand gebrochen.“
A: „…“
B: „Aber ich bin ja nicht Arnie. Außerdem bin ich Pazifist.“
A: „Du bist höchstens Bastifist!“
B: „…“

[Im Hintergrund: Ensiferum – „Iron“]

Dauerrotation

Meinen montäglichen Besuch im örtlichen Plattenladen vollziehend, die Neuerscheinungen betrachtend und mit drei unbedeutend schlechten Werken Klänge in meine wenig verzückten Ohren zaubernd werde ich meiner Nachbarin gewahr, die sich schon, als ich noch das erste der drei mich womöglich interessierenden, aber letztlich enttäuschenden Alben in das Abspielgerät einlegte, mit einem Werk beschäftigte, das nun, während ich die CDs auswechsle, noch immer durch die Muscheln ihrer Kopfhörer an meine Ohren dringt und mich widerwillig frösteln läßt – ein Zustand, der sich auch nicht ändert, nachdem ich alle ausgewählten Alben als für mich unannehmbar erklärt und festgestellt habe, daß das neben mir stehende Mädchen noch immer mit dem einen Werk zugange ist, das lautstark an ihren Ohren vorbei in meine Richtung ätzt.

Ich beziehe mich nicht auf die CD in ihren Händen, nicht auf die aktuelle Ausgabe des für mich ohnehin wenig begeisternswerten Kompilationsklassikers Bravo Hits, deren Chartklänge fortwährend durch ihre Lauscher kriechen, sondern schlichtweg auf das eine Lied, das sie wieder und wieder zu hören, ja – auch wenn es mich abschreckt, das glauben zu müssen – zu genießen scheint, das Anfang und Ende meiner erfolglosen CD-Reinhöraktion begleitete und noch immer nicht verstummte, vermutlich in absehbarer Zeit noch unzählige Male wiederholt werden wird und in mir die Frage aufkommen läßt, warum man ein Lied, das tagsüber, tagtäglich, immer wieder, im Radiofernsehen totgespielt wird, ein Lied, dessen Klingeltonversionen die Medienlandschaft verstopfen, ein Lied, dessen Klänge simpel genug sind, um nach dem ersten Refrain mitsingen und auf das restliche Lied verzichten zu können, warum man also ein Lied, dessen Überall-Präsenz kaum steigerbar ist, unbedingt minutenlang im Plattenladen anhören muß, warum man seine freie Zeit damit zubringt, diesen einen Song, der auch im gemütlichen Fernseh- oder Radiosessel wieder und wieder vernommen werden könnte, in Dauerrotation zu konsumieren und von ihm, nach maximaler Medienpräsenz und unentkommenbarer Wiederholt-Beschallung, immer noch begeistert zu sein scheint und sich – dessen nicht überdrüssig werdend – das für mich zutiefst minderwertige Liedgut wieder und wieder in den Schädel stopft.

Ohne Antworten begebe ich mich auf den Heimweg und ärgere mich über den schrecklich-penetranten Ohrwurm, der aufgrund der Dauerrotationshörerin meine Gedanken terrorisiert:
Tokio Hotel – „Durch den Monsun“.

[Im Hintergrund: Ensiferum – „Ensiferum“]

FFFfF: Multifunktional

Nachdem ich den heutigen „Fledermaus Fürst Frederick fon Flatter“-Comicstrip fertigstellte, war ich ein wenig betrübt, da es mir vorkam, als hätte ich keinen neuen Comicstrip erdacht und gezeichnet, sondenr nur zwei ältere, [glücklicherweise] eigene zusammengemischt. Dessen schäme ich mich ein wenig, und auch das tröstende Wort meiner Mitbewohnerin „Hauptsache, der Wurm kommt drin vor.“ vermag da nicht weiterzuhelfen.

Und so.


[Bild klicken für eine geringfügige Vergrößerung.]

FFFfF: Mit Schirm, Charme und zwei Flügeln

Guten Morgen!
Der heutige Tag bringt den 55. „Fledermaus Fürst Frederick fon Flatter“-Comicstrip mit sich, ein Werk, bei dem ich anfangs zweifelte, ob offensichtlich sei, was ich als amüsant zu sein erachtete.

Nun ja.


[Bild klicken für eine geringfügige Vergrößerung.]