Vergessen…

Der heutige Tag brachte es mit sich, daß ich nicht feststellte, sondern mich erinnerte, daß das Zusammenleben mit einer Frau kompliziert sein kann. Ich weiß, das ist keine weltbewegende Erkenntnis, doch erstaunt mich gerade der Umstand, daß ich diese Kleinigkeit vergessen, vielleicht verdrängt hatte.

Ich hatte vergessen, daß es manchmal nur eines einzigen falsch gewählten Wortes bedarf, um in einer Beziehung Dinge zu bewirken, die von keiner Seite beabsichtigt waren, die Folgen haben, die niemand wünscht.

Ich hatte vergessen, daß zwei Menschen, egal wie nah sie sich sind, immer noch unterschiedlich denken, fühlen, agieren, reagieren, daß sie aufeinanderstoßen können, schlichtweg weil sie nicht identisch sind.

Ich hatte vergessen, daß zu einer Beziehung auch die Angst um selbige gehört, eine Unsicherheit, die zuweilen hervortritt, durch unsinnigste Winzigkeiten ausgelöst, doch nur mit Mühe, nur mit Liebe, zurückgedrängt werden kann.

Ich hatte vergessen, daß Taten und Worte zuweilen fehl am Platze wirken können, ohne daß man sich dessen bewußt ist, daß ein Gespräch von den Beteiligten stets anders interpretiert werden wird, daß es niemals möglich sein wird, in den Kopf des anderen zu blicken.

Ich hatte vergessen, daß die Schönheit der Liebe zuweilen erst hervortritt, wenn sie zu weichen droht.

Mich betrüben diese Dinge nicht, mich betrübt nicht, daß eine Beziehung kein traumgesüßtes Wunderland darstellt, kein Zuckerwatteparadies mit Glitzerfunkelsternen und Regenbogenmelodien.

Mich betrübt einzig und allein der Umstand, daß ich für einen Moment vergessen hatte, wie es ist, mit einer Frau zusammen zu sein, mit ihr zu leben, sie als Teil des eigenen Daseins zu begreifen.

Mich betrübt, daß ich mich in Träume verlor und die Wirklichkeit zu vernachlässigen schien, oblgeich ich genau diese wünschte, ersehnte.

Mich betrübt, daß die Gedanken nur Gedanken sind, Vorstellung, wie es sein müßte, sein sollte, sein würde, fixe Ideen, gepaart mit Erinnerungen, die zu unwirklichen Traumbildern zu schmelzen scheinen…

Wo Stadtkind und Igel sich leise ‚Gute Nacht‘ sagen

Ich bin ein Stadtkind. Aufgewachsen inmitten von Neubauten beschränkten sich meine Naturerfahrungen auf den nahegelegenen Park [in dem immerhin hin und wieder Wildkaninchen zu sichten waren] und auf ein von Wanderpfaden durchzogenes Wäldchen, in dem ich zwar nie ein größeres Tier erblickte, aber hin und wieder einen Specht auf Holz klopfen hörte und ein paar Wildschweinspuren fand [Vermutlich hatte man eigens dafür ein paar Förstersgehilfen bezahlt, die dafür sorgen sollten, daß man sich in dem Wäldchen fühlen sollte wie in ursprünglich belassener, aber gefahrloser Natur.]. Ich war schon eine Weile aus meiner heimatliche Stadt weg- und in eine unwesentlich kleinere Stadt umgezogen, um mich dort meinem Studium zu widmen, als ich zum ersten Mal in meinem leben einen Igel sah.

Es war Nacht. Ich kam gerade von einer diskoähnlichen Veranstaltung, die zwar angenehm gewesen war, aber mich nicht sonderlich bewegt hatte und war drauf und dran heimzufahren. Zwanzig Minuten Radweg durch die Dunkelheit lagen vor mir – in steter Furcht vor der Polizei, die meine fehlende Beleuchtung sicherlich nicht gutheißen würde.

Ich schwang mich also aufs Rad und trat in die Pedalen. Ich hatte noch keine dreihundert Meter zurückgelegt, als ich eine Bordsteinkante übersah. Meine inexistente Vorderlampe hatte nicht ausgereicht, um mich vorzuwarnen, weswegen mein Vorderrad mit hoher Geschwindigkeit gegen die Kante fuhr, plötzlich in der Luft stand und dafür sorgte, daß ich aus dem Sattel auf die Betonplatten geschleudert wurde, die meinen Sturz nur unwesentlich abzudämpfen vermochten. Mein Rad torkelte noch ein paar Meter weiter und stürzte dann auch hernieder, wobei die ohnehin unnütze Vorderlampe endgütig zerbrach. Auch ich kam nicht ohne Schaden davon, hatte ein paar Kratzer am Ellenbogen und ein aufgeschürftes und schmerzendes Knie davongetragen.

Ich stand auf und entschloß mich, die nächsten paar Meter zu laufen, nicht zu fahren, solange, bis der Schmerz etwas nachgelassen hatte. So hatte ich das Fahrrad humpelnd gerade ein paar Meter neben mir hergeschoben, als mich eine durchaus gutaussehende, sympathisch wirkende, junge Dame ansprach:

„Tschuldigung. Weißt du, wo der nächste Zigarettenautomat ist?“
Sie deutete auf den sich hinter ihr befindlichen Automat.
„Der hier ist nämlich kaputt.“

In meinem Kopf spulte sich schon ein Gedanke ab, der mich zu erfreuen wußte: Ich würde ihr eine gehaltvolle Antwort geben, auf einen Automat in der Nähe verweisend. Sie würde, mit der Gegend nicht sonderlich gut vertraut, mit verlegenem Lächeln eine detaillierte Beschreibung wünschen.

„Warte, ich zeig’s dir.“, würde ich sagen und freundlich lächeln. Und die wenigen – denn allzu weit sollte der Automat wirklich nicht sein, sonst verginge die Lust, den weiten Weg dorthin auf sich zu nehmen – Meter bis zum Zielort würden mir Gelegenheit geben, sie ansatzweise kennenzulernen und womöglich die Basis für ein weiteres Treffen schaffen.

Ich grübelte, überlegte, strengte meine grauen Zellen an. Doch als lebenslanger Nichtraucher war mein Wissen über die Standorte von Zigarettenautomaten äußerst begrenzt. Mir fiel nichts ein. Kein einziger Automat. Mist.

Ich schüttelte verneinend mit dem Kopf, murmelte ein paar bedauernde Worte und sah ihr nach, wie sie schulterzuckend aus meinem Blickfeld verschwand.

Und während ich weiter meines Weges humpelte, fragte ich mich, ob Gott oder das Schicksal oder jedwede andere höhere Macht mich in diesen Augenblicken dafür strafen wollte, Nichraucher zu sein. Ich empfand es als ungerecht, daß mir, bloß weil ich als Rauchabstinenzler über die Zigarettenautomatenstandorte Magdeburgs nur unzureichend informiert war, die Gelegenheit genommen worden war, ein möglicherweise äußerst angenehmes Zwiegespräch mit einer nicht minder angnehmen Frau zu führen.

Sauer, vom Abend und von meinem gesamten Dasein enttäuscht, stieg ich – ungeachtet meiner noch immer existenten Schmerzen und der noch immer inexistenten Beleuchtung – auf mein Fahrrad und fuhr los, heimwärts.

Auf den Straßen war nichts los; keine Polizei, keine Menschen weit und breit [Damit will ich nicht behaupten, Polizisten wären keine Menschen.]. Es war angenehm zu fahren. Die kühle Nachtluft wehte durch meine Haare, von irgendwo erklang gedämpfte Musik. Ich radelte an der Elbe entlang. Die Stadtlichter funkelten verschwommen auf dem Wasser, versuchten vergeblich, so etwas wie Romantik in meine schlechte Laune einfließen zu lassen.

Plötzlich bremste ich scharf. Direkt vor meinen Reifen befand sich ein Igel. Ich hätte ihn nicht überfahren, doch wäre beinahe unbemerkt an ihm vorbeigerauscht, ohne ihn von seinem zweifelsohne gefährlichen Vorhaben abzuhalten. Schließlich war er gerade dabei, den Bordstein hinab auf die Straße zu klettern, die zwar im Augenblick frei zu sein schien, aber jeden Moment von jugendlichen Nachtrasern befüllt sein konnte.

„Was willst du dort, auf der anderen Seite?“, fragte ich ihn.
Tatsächlich warteten dort nur steinerne Bauten, nur staubiger Asphalt und hohe Bordsteinkanten auf ihn. Ich hockte mich hin. Ich hatte noch nie einen echten Igel gesehen. In Zoologischen Gärten ist es nicht üblich, solche wenig exotischen Säuger auszustellen, und meine bisherigen Naturerfahrungen hatten eine solche Begegnung noch nicht mit sich gebracht.

Der Igel war erstaunlich klein. Ich hatte mir diese Tiere etwas größer vorgestellt. Dafür jedoch wirkte er ziemlich niedlich. Wie mochten sich wohl seine Stacheln anfühlen?, fragte ich mich.

Noch immer zögerte er, wollte sich auf die Straße wagen und einem immensen Risiko aussetzen. Ein Auto brauste vorbei. Der Igel zuckte nicht zurück, war fest entschlossen.
„Nein.“, flüsterte ich und streckte die Hände aus, wollte den kleinen Igel in ihnen bergen und ins naheliegende Gebüsch setzen, war bereit, seine möglicherweise unangenehm spitzen Stacheln zu ertragen, um ihm das Leben zu retten.

Doch er ließ sich nicht retten. Kaum sah er meine Hände kommen, drehte er sich um und flitzte blitzschnell in das Gebüsch, zu dem ich ihn sowieso hatte befördern wollen. Weg war er.

Ich war beeindruckt von der immensen Geschwindigkeit des kleinen Tieres, erfreut von seiner Niedlichkeit und von dem Wissen, ihn trotz eines mißglückten Rettungsversuchs davor bewahrt zu haben, die gefährliche Straße zu überqueren.

Ich lächelte, als ich wieder auf meine Rad stieg, noch einen Blick auf das Gebüsch warf und dann weiterradelte.

Aller Schmerz in Knie und Seele war vergessen, und in der Elbe spiegelten sich matt die Lichter der Stadt.

Von wandelnden Litfaßsäulen, sexy Babes und aufgedrucktem Sportspaß

Neulich sah ich es wieder. Ein junger Mann, der mir am Mensatisch gegenübersaß, zeigte auf seinem T-Shirt die Aufschrift „5UCK MY D1CK“, die immer wieder meine Blicke auf sich zu ziehen vermochte. Glaubte er wirklich, dieses Shirt sei innovativ und trendy, glaubte er wirklich, daß sein Eigenstatus damit aufgewertet werden könnte? Vielleicht wollte er nur witzig sein und vergaß dabei den nicht unbedeutenden Umstand, daß Witze im allgemeinen nur bei der ersten Begegnung wirklich witzig sind, daß also der Bekanntheitsgrad der Aufschrift dessen Witzwert eindeutig minimierte, anstatt ihn – wie möglicherweise erhofft – anzuheben.

War der junge Mann vielleicht bisexuell? Dann wäre erklärbar, daß er jedem Gegenüber, egal ob männlich oder weiblich, egal ob jung oder alt, die Aufschrift und damit die Aufforderung entgegenstreckte, sich doch an seinem Genital zu bedienen.
In meinem Kopf tauchte die wiederholt gedachte Feststellung auf, daß mir persönlich es mißfallen würde, mit Kleidungsstücken herumzulaufen, mit deren Aufdruck ich mich nicht zu identifizieren vermag.

Wenn ich mich einmal dazu bewege, Kleidung zu erwerben, die von sogenannten Markenfirmen hergestellt wurde, achte ich darauf, daß ich nicht zu einer wandelnden Litfaßsäule mutiere, daß also mein Shirt [oder wasauchimmer] nicht beginnt, für sich selbst und seinen Erzeuger Werbung zu machen, andere inspiriert, die ihrerseits derartige Werbeprodukte kaufen, zu laufenden Reklametafeln werden und eine Kette in Bewegungs setzen, die nur durch konkurrierende Werbung anderer Firmen aufgehalten werden kann.

Im allgemeinen bin ich der Ansicht, daß man darauf achten sollte, was der Kleidungshersteller auf das zu erwerbende Stück Stoff druckte oder nähte, ergeben doch derlei Aufschriften in den wenigsten Fällen wirklich Sinn. Da werden Universitäten erfunden und Sportvereine erdacht, nur um ein intelligentes oder sportliches Image zu darzustellen.

Nicht minder gefährlich sind alberne Sprüche und lustige Bilder, die ihre Witzigkeit meist schon vor dem ersten Betrachten verloren haben und auf keinen Fall vom Humor des Besitzers zu berichten imstande sind.

Zuweilen sind Aufschriften auch unfreiwillig komisch. Ein Klassenkamerad besaß einmal eine Art Winterjacke, die den Schriftzug „Get Into Sportsfun“ trug. Komm in den Sportspaß. O ja.
Derlei Beispiele gibt es viele.

Dabei habe ich überhaupt nichts gegen bedruckte Kleidungsstücke. Mein Bruder beispielsweise fertigte sich ein paar T-Shirts an, die bestimmte, auf ihn passende Cartoons von Joscha Sauer [www.nichtlustig.de] zeigen. Ich selbst besitze zwei oder drei Shirts, die mittels ihres Aufdrucks für von mir favorisierte Musikgruppen werben.
Solange das Ersichtliche Bezug zur eigenen Person hat, ist eine Aufschrift oder ähnliches sicherlich nichts Schlimmes.

Als wirklich schlimm erachte ich es allerdings, wenn junge Damen sich mit Shirts schmücken, bei denen quer über den Busen „Sexy“ oder gar „Sexy Babe“ lesbar ist. Ich halte mich durchaus für fähig, selber zu erkennen, ob ich einen Menschen für sexy erachte oder nicht.
Diese Aufschrift jedoch bewirkt bei mir den Gedankengang, ob sich die Besitzerin ihres eigenen Sex-Appeals immer wieder versichern muß oder es gar nötig hat, andere mit einem Zaunpfahl winkend darauf hinzuweisen. Schlimm nur, wenn sich diese Aufschrift als unzutreffende Behauptung und somit als unfreiwilliger Witz entpuppt.

Im übrigen überlege ich mir, ob ich mir, um dem allgemeinen „5UCK MY D1CK“-Trend entgegenzuwirken nachzuhängen, ein T-Shirt drucken lassen, dessen Rückseite folgende Aufschrift zu beinhalten hat:

Aufgrund dessen, daß mein T-Shirt einen derart amüsanten Schriftzug zu Schau stellt, liegt der Schritt nahe zu vermuten, daß ich ein äußerst lustiges Kerlchen bin, das nicht nur krampfhaft versucht, mit äußerst albernen Methoden Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, sondern auch noch angesprochen und mit Lob für seinen Einfallsreichtum und seinen einnehmenden Humor überschüttet werden möchte.

Die Vorderseite des Shirts dagegen wird recht schlicht gestaltet sein:

GR4B MY T1T5
E4T MY PU55Y
„.

Chili-Marathon

Im Rahmen des vermutlich frühlingsbedingt aufkeimenden Wunsches nach der Aufnahme gesünderer Lebensmittel beschloß ich unlängst, meine Neigung zu häufigem Verzehr von Chili con Carne einer kleinen Änderung zu unterziehen, indem ich nicht wie eh und je einfach irgendein Maggi/Knorr-Chili-con-Carne-Pulver inklusive der üblichen Konservierungs- und Gutschmeckmittelchen benutzte und mich anleitungsgemäß verhielt, sondern ein längst verstaubte Kochbuch vom Küchenschrank fischte, herausfand, welche Zutaten als sinnvoll zu erachten wären und diese dann käuflich erwarb, darauf achtend, daß ich mich einerseits nicht allzu pingelig an die gedruckten Vorgaben hielt und daß jene Zutaten zumindest ansatzweise das Prädikat „ökologisch sinnvoll“ oder gar „gesund“ verliehen bekommen könnten.

Den ersten Versuch startete ich vor schätzungsweise zwei Wochen, unterstützt von meiner Mitbewohnerin, die eigentlich nur helfen, nicht aber mitspeisen wollte. Das Ergebnis war erwartbar zufriedenstellend, nein: äußerst lecker, auf keinen Fall vergleichbar mit dem Maggi/Knoor-Gepamps und zementierte den Beschluß des Verzichts auf die Fertigpulvertüten erwähnter Firmen.

Nachdem ich am gestrigen Mittag aufgestanden war, stellte ich einen Hunger fest, der mit Chili bekämpft werden wollte. Ich machte mich sogleich ans Werk, was leider bedeutete, zunächst das unsaubere Geschirr in der Küche einem gründlichen Reinigungsprouzeß zu unterziehen. In einer 5er-Wg fällt allerdings eine Menge Unsauberes an, weswegen ich eine graume Weile beschäftigt war, ehe ich mich der Zubereitung meiner Mahlzeit widmen konnte.

Doch dann ging es los, und wieder kam ich nicht umhin festzustellen, daß Kochen unglaubliche Freude zu bereiten vermag, daß allein schon die vorbereitenden Maßnahmen Potential haben, mich wohlfühlen zu lassen. Ich liebe es zu bemerken, welche im Kochbuch genannten Zutaten mir fehlen und Ersatz dafür zu finden beziehungsweise Eigenergänzungen vorzunehmen, das Abgedruckte nur als unbedeutenden Leitfaden zu erachten und meiner Laune freien Lauf zu gewähren. Ich liebe es, nach Gefühl Mengen abzuschätzen und hinzuzugeben, mich auch auf das richtige Gefühl zu verlassen, wenn es darum geht, wie lange dies oder das noch zu garen, zu braten oder zu kochen hat. Ich liebe es, so etwas wie Kreativität während der schlichten Zubereitung einer Mahlzeit walten zu lassen.

Das Chili war äußerst lecker, hätte zwar vielleicht noch ein wenig mehr Schärfe vertragen, aber gefiel mir auch so, bin ich doch für gewöhnlich nicht der Vertilger übermäßig geschärfter Lebensmittel. Ich setzte mich an den Tisch und schaufelte das Essen in mich hinein, das Gefühl des guten Geschmacks und des Wissens genießend, mehr oder minder auf mich allein gestellt gekocht zu haben.

Jedoch war es zu viel. Schnell war festzustellen, daß die Mahlzeit für drei Personen ausreichend sein würde, daß also eine einzige damit völlig überfordert sein würde. Natürlich hatte das zur Folge, daß meine abendliche Mahlzeit aus ebenjenem Chili bestand, wobei ich diesmal der Einfachheit halber den Reis gleich mit unterrührte, was zwar der Ansehnlichkeit des Essens, nicht aber dessen Geschmack schadete.

Nach dem Abendbrot war noch immer ein nicht geringer Rest in der Pfanne ersichtlich. ‚Na. dann weiß ich ja, was es morgen zum Frühstück für mich geben wird.‘, dachte ich.
Sicherlich mag es wenig deliziös klingen, den Tag mit derart herzhafter Mahlzeit zu beginnen, doch sei erwähnt, daß mir gar nichts anderes übrig blieb, waren doch meine restlichen Nahrungsmittelvorräte, insbesondere Brotartiges, auf ein Minimum geschrumpft, so daß ich – wenn ich auf ein Frühstück nicht verzichten wollte – tatsächlich mit Chili vorliebnehmen mußte.

Soeben erwachte ich, nachdem ich mir selbst ein geruhsames Ausschlafen gegönnt und jegliche Wecker bewußt ignoriert hatte.
‚Frühstück wäre nicht schlecht.‘, dachte ich und erinnerte mich des Chilis.
Dann warf ich einen Blick auf die Uhr. Es war bereit Mittagszeit.

‚Schön.‘, freute ich mich, ‚Da fällt das Frühstück eben aus. Aber ich weiß schon, was es zum Mittag geben wird.‘